Unglücksursache unklar
45 Tote bei Flugzeugabsturz in Iran

Bei dem Absturz einer ukrainischen Passagiermaschine in Iran sind vermutlich 45 Menschen ums Leben gekommen. Nach Informationen aus Iran starben 33 ukrainische und 6 russische Luftfahrtingenieure sowie 6 Besatzungsmitglieder bei dem Unglück der Antonow An-140 am Montagabend kurz vor der geplanten Landung in Isfahan in Zentraliran.

HB/dpa TEHERAN/MOSKAU. Nach Angaben eines Nachrichtensenders vom Dienstag wurde zudem die so genannte Blackbox der Maschine gefunden. Sie soll Aufschluss über die Ursache der Tragödie bringen.

Die neue Propeller-Maschine der Gesellschaft Aeromist mit der Registrierungsnummer UR-14003 war am Montagabend auf dem Sonderflug AHW-2137 von Charkow nach Isfahan kurz vor der Landung bei dem Dorf Bagherabad abgestürzt. In dem Dorf gab es Medienberichten zufolge keine Schäden. Nach Angaben der iranischen Luftfahrtbehörde wollten die Ingenieure an einer für Mittwoch geplanten Feier aus Anlass des Jungfernflugs der iranischen Lizenz-Version des Flugzeugs teilnehmen. Die Gesellschaft Aeromist, ein ukrainisch-russisches Gemeinschaftsunternehmen, wurde erst im August gegründet. Sie verlor bei dem Unglück eine ihrer beiden neuen An-140. Die Maschine hatte zuvor Zwischenstopps in Saloniki und der türkischen Stadt Trabzon gemacht.

Das iranische Außenministerium sprach schon am Montagabend den Regierungen Russlands und der Ukraine in einer Erklärung sein Beileid aus. Iran hatte im Jahr 2000 von der Ukraine die Produktionslizenz für Maschinen vom Typ Antonow An-140 erworben. Das Projekt war jedoch umstritten: Einige iranische Politiker hatten befürchtet, dass die Flugzeuge nicht sicher genug seien. Ob nun die neuen Maschinen nach dem Absturz im iranischen Luftverkehr noch eingesetzt werden, konnte die Luftfahrtbehörde nicht mitteilen.

Wegen der 1995 in Kraft gesetzten US-Sanktionen gegen Iran, und weil auch europäische Länder kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Gottesstaat in dieser Hinsicht hatten, war das Land gezwungen über Russland und die Ukraine seine Verkehrsflugzeuge zu besorgen.

Nach dem Unglück war zunächst von 46 Todesopfern ausgegangen worden. Am Dienstag schwankten die Angaben aus unterschiedlichen Quellen zwischen 44 und 46. Ukrainischen Medienberichten zufolge soll unter den Opfern auch ein Kind sein.

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