Unglücksursache unklar
Vier Frauen sterben bei Brand in Altersheim

Vier Frauen im Alter zwischen 70 und 90 Jahren sind bei einem Brand im Altenheim Schönbrunn (Baden-Württemberg) in der Nacht zum Mittwoch ums Leben gekommen. Die übrigen 33 Bewohner konnten nahezu unversehrt gerettet werden, teilte die Feuerwehr mit.

dpa SCHÖNBRUNN. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache am Dienstag gegen 23.00 Uhr vermutlich im Obergeschoss des dreistöckigen Gebäudes ausgebrochen.

Die Leichen der Opfer wurden am Vormittag mit einer Drehleiter aus dem Gebäude geborgen und zur Identifizierung in die Gerichtsmedizin nach Heidelberg gebracht. Drei der Opfer erstickten in ihren Betten, eine vierte Frau lag tot vor dem Fenster, sagte Kreisbrandmeister Peter Michel. "Sie erstickten, bevor die Hilfskräfte zu ihnen vordringen konnten." Die Nachtschwester sowie der Bewohner einer Wohnung für Pflegekräfte im Dachgeschoss konnten sich rechtzeitig retten.

Da etwa die Hälfte der Heimbewohner bettlägerig ist, gestalteten sich die Rettungsarbeiten besonders schwierig. Zahlreiche Bürger aus der Nachbarschaft hätten geholfen, die Menschen aus dem Gebäude zu bringen, sagte Bürgermeister Roland Schilling. Zwei der freiwilligen Helfer erlitten dabei Rauchvergiftungen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr seien die Flammen bereits mehrere Meter hoch aus dem Dachstuhl geschlagen, sagte Michels. Wegen der großen Hitze hätten die Einsatzkräfte zunächst nicht zu allen Bewohnern vordringen können. Die Geretteten wurden zunächst in einer Sporthalle von Notärzten betreut und dann in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Erst in den frühen Morgenstunden gelang es den rund 150 Feuerwehrleuten, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Noch am Vormittag loderten immer wieder kleine Glutnester auf. Obergeschoss und Dachstuhl des privat geführten Heimes brannten aus. Nach ersten Schätzungen beträgt der Sachschaden mehrere hunderttausend Euro.

Beamte der Kriminalpolizei begannen am Vormittag mit den Ermittlungen zur Brandursache. Noch gebe es keine Anhaltspunkte, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der Feuerwehr war im Jahr 2000 anlässlich eines Umbaus auch der Brandschutz des Gebäudes überprüft worden.

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