Unicredito gegen Mediobanca
Kampf um die Generali

Eine italienische Banken-Gruppe unter Führung der Großbank Unicredito hat sich eine über 20-prozentige Beteiligung am Versicherungsriesen Generali gesichert. Nachdem auch das Kreditinstitut Capitalia bekannt gab, ihre Beteiligung auf über zwei Prozent aufgestockt zu haben, halte der Banken-Pool jetzt gemeinsam die Mehrheit an Generali, berichtete die italienische Zeitung "Il Sole 24 Ore" am Donnerstag.

HB/dpa ROM. Bisher waltete die mächtige Mailänder Mediobanca unter Führung von Vincenzo Maranghi mit ihrer 13,6-prozentigen Beteiligung quasi als Alleinherrscher über den Versicherungskonzern.

Ziel der Unicredito sei es vor allem, Maranghi bei der Verwaltungsratssitzung der Mediobanca am Freitag zum Rücktritt zu bewegen. "Die Generali soll wieder eine italienische Führung bekommen, die die neuen Aktionäre zufrieden stellt und den Konzern aus den Fängen der Mediobanca befreit", kommentierten italienische Medien mit Blick auf den französischen Generali-Präsidenten Antoine Bernheim.

Hintergrund sind Gerüchte, wonach französische Investoren mit Hilfe der Mediobanca eine feindliche Übernahme der Versicherung planen. So versucht derzeit auch der französische Aktionär Vincent Bolloré, seinen Generali-Anteil auf über fünf Prozent zu erhöhen. Um eine Vormachtstellung Frankreichs in der Generali zu verhindern, haben die Unicredito und ihre Verbündeten, wie Banca Intesa, Merrill Lynch und Capitalia, seit Wochen zum Gegenangriff angesetzt und ihre Beteiligungen kontinuierlich aufgestockt.

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