Uniklinik Heidelberg vereinfacht Verordnung von Arzneimitteln: Datenbank informiert über Risiken

Uniklinik Heidelberg vereinfacht Verordnung von Arzneimitteln
Datenbank informiert über Risiken

Informatiker am Universitätsklinikum Heidelberg haben jetzt gemeinsam mit der Apotheke des Klinikums einen elektronischen Berater entwickelt, der den Klinikarzt sicher durch den unübersichtlichen deutschen Arzneimittelmarkt leiten soll.

HANDELSBLATT, 11.2.2003

hsn DÜSSELDORF. Bei der Vielzahl von Medikamenten, die auf dem deutschen Markt verfügbar sind, verlieren Ärzte schnell den Überblick. Besonders kritisch wird es, wenn mehrere Arzneien miteinander kombiniert, aber negative Wechselwirkungen verhindert werden sollen. Der Arzneimittel-Informations-Dienst berücksichtigt sämtliche neue sowie wieder zurückgezogene Medikamente und unterstützt den Arzt zuverlässig bei der diffizilen Arzneimittelverordnung. Die Datenbank im Intranet zaubert in wenigen Sekunden Informationen zu jedem Präparat auf einen der über 5.000 vernetzten Terminals des Klinikums. Der Dienst enthält Informationen zu über 57.000 Arzneimitteln, die in Deutschland auf dem Markt sind.

Als Datengrundlage dient die "Gelbe Liste", die vom Medizinverlag MediMedia herausgegeben und 14-tägig aktualisiert wird. Im Gegensatz zu anderen elektronischen Systemen erlaubt die Entwicklung der Heidelberger die direkte Kopplung an Wissensdatenbanken und damit die Anbindung hauseigener Informationen. So sollen spezielle Wissensmodule künftig bei der Dosierung beraten oder vor Risiken und Nebenwirkungen bei der Kombination bestimmter Medikamente warnen.

Zurzeit ist das Informationssystem nur im Intranet der Klinik erreichbar. Doch das könnte sich bald ändern. Die Entwickler sind auf der Suche nach Partnern, die Interesse haben, die Datenbank für alle Ärzte in Deutschland verfügbar zu machen.

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