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Unilever gibt einen positiven Ausblick

Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat im zweiten Quartal vor Steuern 54 % mehr verdient als im Vorjahreszeitraum und seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr bekräftigt.

Reuters LONDON. Unilever bezifferte am Freitag vor Börsenbeginn in Amsterdam den Vorsteuergewinn auf 1,51 Mrd. ?, der unter anderem durch den Verkauf mehrerer europäischer Tochterfirmen gesteigert worden sei. Ohne außergewöhnliche Erträge sei das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um lediglich acht Prozent auf 841 Mill. ? gestiegen. "Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigen wir unser bisheriges Geschäftsziel eines (prozentual) zweistelligen Wachstum des Gewinns je Aktie (ohne Sonderposten und Firmenwert-Abschreibungen)", erklärte Unilever-Chef Niall FitzGerald.

Zwar verlangsame sich in vielen Regionen die Wirtschaft. Unilever werde aber weiter sein Portfolio restrukturieren, um den Schwierigkeiten zu begegnen, kündigte FitzGerald an. Der Umsatz der stärksten 400 Konzernmarken sei im zweiten Quartal um 4,8 % zum Vorjahresquartal gestiegen, nachdem der Anstieg im ersten Quartal 4,3 % betragen habe. Der Umsatz im zweiten Quartal habe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 % auf 13,7 Mrd. ? zugelegt, hieß es weiter. Für das erste Halbjahr 2001 ergab sich den Angaben zufolge ein Plus beim Vorsteuergewinn von sieben Prozent auf 2,14 Mrd. ? bei einem Umsatzzuwachs von 17 % auf 26,4 Mrd. ?.

Unilever hatte im Februar 2000 ein Wachstumsprogramm aufgelegt, das bis 2004 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent und eine Gewinnmarge von über 16 % vorsieht. Dabei will der Konzern früheren Angaben zufolge die Zahl seiner Marken auf 400 von zurzeit knapp 900 reduzieren. Anfang 2000 verkaufte Unilever, zu der in Deutschland Marken wie Langnese, Rama oder Axe gehören, noch Produkte unter rund 1600 DM. An der Londoner Börse notierte die Unilever-Aktie am Vormittag in einem schwächeren Gesamtmarkt 1,08 % niedriger bei 593-1/2 Pence. Die Aktie entwickelte sich in den vergangenen zwölf Monaten um 60 % besser als der Londoner FTSE-Index.

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