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Unilever mit Umsatzrückgang im 2. Quartal - Aktie im Sinkflug

(dpa-AFX) London - Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever < UNA.ASX > < Ulvr.ISE > < Unva.FSE > hat mit einem unerwarteten Umsatzrückgang im zweiten Quartal die Märkte geschockt. Zwar konnte der Konzern dank Kosteneinsparungen und dem Verkauf von Unternehmensteilen seinen Ertrag steigern und erneut die Gewinnprognose für 2004 bestätigen - der anhaltende Preiskampf vor allem mit dem US-Rivalen Procter & Gamble < PG.NYS > < PRG.FSE > und das noch immer schwache Konsumentenvertrauen setzen dem Unternehmen aber auf der Umsatzseite zu. Das kühle Sommerwetter lastete zudem auf den Verkäufen von Eiscreme und Eis-Tee.

(dpa-AFX) London - Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever < UNA.ASX > < Ulvr.ISE > < Unva.FSE > hat mit einem unerwarteten Umsatzrückgang im zweiten Quartal die Märkte geschockt. Zwar konnte der Konzern dank Kosteneinsparungen und dem Verkauf von Unternehmensteilen seinen Ertrag steigern und erneut die Gewinnprognose für 2004 bestätigen - der anhaltende Preiskampf vor allem mit dem US-Rivalen Procter & Gamble < PG.NYS > < PRG.FSE > und das noch immer schwache Konsumentenvertrauen setzen dem Unternehmen aber auf der Umsatzseite zu. Das kühle Sommerwetter lastete zudem auf den Verkäufen von Eiscreme und Eis-Tee.

Für das zweite Quartal meldete der Hersteller von Produkten wie Lipton-Eis-Tee, Axe, Dove, Iglo oder Knorr am Mittwoch einen Rückgang beim Konzernumsatz von 3 Prozent auf 10,835 Milliarden Euro. Dabei sank der Markenumsatz um 0,2 Prozent. Die meisten Analysten hatten aber hier mit einem Umsatzplus gerechnet. Der Überschuss stieg um 34 Prozent auf 770 Millionen Euro. Vor Sonderposten strich der Konzern mit 1,036 Milliarden Euro 10 Prozent mehr ein als im Vorjahr.

Aktie Sinkt ANS Index-Ende

Die Aktie rutschte im Handelsverlauf auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. An der Londoner Börse verlor sie zuletzt 4,83 Prozent auf 482,50 Pence. In Amsterdam wurde sie 4,71 schwächer gehandelt bei 50,55 Euro. Dies sei nun das fünfte Quartal mit einem Umsatzrückgang in Folge, bemerkten die Analysten von FBS Bankiers. Die Ergebnisse korrespondierten nicht mit den letzten Äußerungen des Managements. Es sehe so aus, als ob Unilever nur noch mit Kosteneinsparungen das Gesamtjahresziel erreichen könnte, sagten die Experten von Van Lanschot. Zahlreiche Investmenthäuser kündigten an, ihre Ratings für Unilever zu überdenken.

Für 2004 bestätigte Unilever die Prognose für ein niedriges zweistelliges Plus beim Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten, Goodwill-Abschreibungen und immateriellen Vermögenswerten. Die operative Marge soll auf über 16 Prozent steigen. Eine Umsatzprognose wollte der Konzern nicht abgeben. Nach Aussage von Finanzchef Rudy Markham dürfte der Markenabsatz in der zweiten Jahreshälfte aber über dem der ersten sechs Monate ausfallen. Im Rahmen seiner im Jahr 2000 vorgelegten Wachstumsstrategie hatte Unilever einst ein Wachstum bei den Marken von 5 bis 6 Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt.

Euroopa Schwach

Besonders schwach haben sich Markham zufolge der europäische Markt und hierbei insbesondere Frankreich, Deutschland und die Niederlande entwickelt. Einen Tiefschlag versetzte Unilever aber auch das schwache Abschneiden seiner Slim-Fast-Diät-Produkte. Nach Ansicht von Analysten hat der Konzern zu spät auf die Nachfrage nach Lebensmitteln mit niedrigem Gehalt an Kohlenhydraten reagiert, wie sie von der in den USA beliebten Atkins-Diät propagiert werden.

Unilever befindet sich im Endstadium seines fünfjährigen Umbau- und Wachstumsprogramms. Geplant war dabei neben Stellenstreichungen, Werksschließungen auch die Reduktion der Marken auf 400. Finanzchef Markham sagte zudem, dass die Kosten bis 2006 um 700 Millionen Euro pro Jahr gedrückt werden sollen. Ein Aktienrückkaufprogramm erwäge Unilever derzeit nicht, sagte er. Zunächst sollten die Schulden von 13 auf 10 Milliarden Euro zurückgehen. Einen Zeitraum dafür nannte Markham nicht.

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