Union bleibt auf Kurs
CDU-Parteitag bekräftigt Kandidaten-Fahrplan

Mit großer Mehrheit hat der CDU-Parteitag in Dresden am Dienstag den Fahrplan für die Festlegung der Kanzlerkandidatur der Union bestätigt. Ein Antrag aus Schleswig-Holstein, den Herausforderer von Bundeskanzler Gerhard Schröder von einem Wahlkonvent aus Delegierten von CDU und CSU bestimmen zu lassen, konnte sich nicht durchsetzen.

ap DRESDEN. Statt dessen bekräftigten die Delegierten nach einer persönlichen Intervention der Parteichefin Angela Merkel, dass die Vorsitzenden der beiden Schwesterparteien "Anfang des Jahres 2002 ihren Gremien einen abgestimmten Verfahrens- und Personalvorschlag" machen. Merkel räumte ein, dass mehr Mitgliederbeteiligung angestrebt werde. Sie appellierte dennoch an die Versammlung, bei dem beschlossenen Kurs zu bleiben.

Der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Johann Wadepuhl dagegen begründete den Vorstoß seines Landesverbands mit dem Wunsch nach mehr innerparteilicher Demokratie. Er bedauerte es ausdrücklich, dass die Union bislang kein geregeltes Verfahren zur Bestimmung eines Kanzlerkandidaten habe.

Merkel hatte am Vortag in einer mit starkem Beifall bedachten Rede ihren Führungsanspruch und Siegeswillen unterstrichen. Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber am Dienstagvormittag.

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