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Union gegen Zentralisierung der TerrorbekämpfungDPA-Datum: 2004-07-07 08:54:29

Berlin (dpa) - Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat im Kampf gegen den islamistischen Terror eine zu starke Zentralisierung der Zuständigkeiten abgelehnt. «Eine große Zentralisierung ist der falsche Weg», sagte Beckstein am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Berlin (dpa) - Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat im Kampf gegen den islamistischen Terror eine zu starke Zentralisierung der Zuständigkeiten abgelehnt. «Eine große Zentralisierung ist der falsche Weg», sagte Beckstein am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Wichtig sei die «Informationsgewinnung vor Ort». Auch der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) sprach sich im ZDF gegen eine «Mammutbehörde» aus. «Wir brauchen die Vernetzung in der Fläche, wir brauchen die Milieukenntnis vor Ort.»

Allerdings sei eine zentrale Dateneinrichtung überfällig, sagte Bouffier weiter. Außerdem brauche man «ein gemeinsames Analyse- und Lagezentrum». Auch Beckstein ist für eine zentrale Datei. «Wir wollen einen Informationsaustausch, dass jede Behörde verpflichtet wird, an eine Zentralstelle Informationen zu geben.» Außerdem müsse der Bund besser seiner Koordinierungspflicht nachkommen, um Doppelermittlungen zu vermeiden, sagte Beckstein. «Im Moment nimmt der Bund die Koordinierungsaufgabe, die er nun eindeutig hat, nicht genügend wahr.»

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