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Union Investment sieht Dax Ende 2001 bei 8 000 Punkten

Zuversichtlich für die Weltbörsen sind die Fondsmanager der Union Investment GmbH, Frankfurt, trotz der gegenwärtigen Korrekturen, auch für das nächste Jahr, und zwar mit der Devise: "Europa vor Asien und Asien vor den USA".

vwd FRANKFURT. Dr. Rüdiger Ginsberg, der für das Asset-Management verantwortliche Geschäftsführer bei Union Investment , geht dabei von einem nachlassenden Wirtschaftswachstum in den USA im Sinne eines "Soft Landing" aus, Asien werde weiterhin überdurchschnittlich wachsen und in Europa dürfte sich die Dynamik der Wirtschaft nochmals deutlich verstärken.

Die Börsentreibsätze seien: Shareholder Value, Restrukturierungen, Private Altersvorsorge und Stabilisierung des Euro. Die Index-Prognosen von Union bis Ende 2001 lauten: Der Dax steigt auf 8 000 und der EuroStoxx 50 auf 5 500 Zähler sowie der Dow Jones auf 11 000 und der Nikkei auf 18 000 Punkte.

Ginsberg bevorzugt europäische Aktien und begründet dies mit der konsequenten Anwendung wertorientierter Managementmethoden, den fortschreitenden Restrukturierungen der Unternehmen und der wachsenden Akzeptanz der Aktie in der privaten Altersvorsorge. Wenn sich der Euro stabilisiert, werden auch internationale Investoren wieder stärker in europäische Dividendenwerte investieren, so Ginsberg, der den Euro nun in eine Phase der Stabilsierung eintreten und dann auf 0,90 $ anziehen sieht.



Strategische Manangementqualitäten sind auch am Neuen Markt wieder wichtig

Im derzeit schwierigen Marktumfeld der weltweiten Wachstumsbörsen misst Union Investment der Managementqualität entscheidende Bedeutung bei. "Gerade in der sich schnell wandelnden Welt der Hochtechnologie ist eine qualifizierte und vorausschauende Führungsmannschaft das wichtigste Asset", so Ginsberg. Der Union-Stratege ist überzeugt, dass der Neue Markt in Deutschland wieder auf einem Wachstumspfad einschwenken wird.

Für den Nemax-All-Share-Index prognostiziert er einen Stand von 5 000 Punkten am Jahresende 2001, Impulsgeber seien "die erwarteten positiven Quartalsberichte der Marktführer aus den Bereichen Internet-Infrastruktur und Logistik". Gleichzeitig hält es Ginsberg für wahrscheinlich, "dass rund zwei Dutzend der am Neuen Markt gehandelten Aktien in den kommenden Monaten wieder vom Kurszettel verschwinden werden".

Als Beispiele nennt er Internet-Portale ohne Markennamen, Internet-Service-Provider und kleinere Telekomgesellschaften. Diese seien in ihrer Existenz bedroht, da sie auf kostspielige Marketingmaßnahmen angewiesen blieben, um überhaupt Umsätze zu erzielen.



Positives Jahresende für die Rentenwerte

Ein freundliches Jahresende erwartet Ginsberg für die Rentenwerte. Durch die anhaltend hohen Öl- und Rohstoffpreise und ihre dämpfende Wirkung auf das Wirtschaftswachstum bestehe derzeit kein Anlass für Zinserhöhungen. Nach dem ersten Quartal 2001 geht der Union-Stratege von einer Beschleunigung des Wachstums durch rückläufige Ölpreise und eine starke Exportnachfrage aus. Weiterhin sollten die Unternehmens- und Einkommenssteuerreform die Wirtschaft beleben. Vor diesem Hintergrund schließt Union-Investment bei der Europäischen Zentralbank (EZB) im Laufe des Jahres 2001 eine Leitzinserhöhung nicht aus.

Die langfristigen Euroland-Zinsen, gemessen an der zehnjährigen Bundesanleihe, erwartet Union Investment im nächsten Jahr zwischen 4,50/5,50 %. In den USA hält Ginsberg weitere Zinserhöhungen der Fed für unwahrscheinlich, da die Frühindikatoren auf ein eher nachlassendes Wirtschaftswachstum hindeuten.

Sollte sich die Konjunktur weiter abschwächen, rechnet Ginsberg mit Zinssenkungen und einer Normalisierung der dezeit inversen Zinsstruktur mit einer Rendite der 30-Jahre-Treasury bei 5,25/6,25 %.

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