United Airlines im Blick
United-Insolvenz drückt US-Börsen

Der Insolvenzantrag der hoch verschuldeten US-Fluglinie United Airlines und negative Analystenkommentare unter anderem zur IBM-Aktie haben die US-Börsen zum Wochenauftakt deutlich ins Minus gedrückt. Sorgen über mögliche hohe Kosten im Falle eines Kriegs gegen den Irak hätten das Geschäft zudem belastet, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index fiel zum Handelsschluss 1,99 Prozent auf rund 8473 Punkte, der Nasdaq-Index um 3,89 Prozent auf rund 1367 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,22 Prozent auf rund 892 Zähler. "Die US-Wirtschaft wird durch die UAL-Nachrichten in ihren Grundmauern erschüttert. Das wird auch auf andere Bereiche übergreifen", sagte Steve Kolano, Aktienhändler bei Mellon Growth Advisors. Auch anhaltende Kriegsängste sorgten für Unsicherheit am Markt, fügte er hinzu.

Vor Börsenbeginn hatte die UAL-Tochter United Airlines den in der Luftfahrtbranche bislang größten Insolvenzantrag gestellt. Die Fluggesellschaft hatte gleichzeitig ein tief greifendes Sparprogramm angekündigt. Die Aktien von UAL notierten zum Handelsschluss unverändert mit 0,93 Dollar. Die Anleger befürchteten, dass die Folgen der Insolvenz auch auf andere Branchen übergreifen könnten, sagten Händler. Die Titel des Flugzeugherstellers Boeing schlossen rund drei Prozent im Minus auf 32,40 Dollar. Die Aktien des Computerdienstleisters Electronic Data Systems verloren rund 3,4 Prozent auf 16,32 Dollar. Das Unternehmen hatte seine Gewinnprognose für das vierte Quartal um zehn Prozent gesenkt und dies mit der Insolvenz seines Leasing-Partners United Airlines begründet.

IBM-Aktien geben nach Herabstufung nach

Die Titel des Computerkonzerns IBM gaben rund 3,4 Prozent auf 79,54 Dollar nach. Die Banc of America hatte zuvor ihre Bewertung der IBM-Aktie auf "market perform" von "buy" gesenkt. Die Titel hätten seit den Tiefständen Anfang Oktober rund 50 Prozent gewonnen und seien am oberen Ende ihrer Bewertungsspanne angelangt, hieß es zur Begründung. Die Titel des US-Mobilfunkausrüsters Qualcomm gaben rund 5,5 Prozent auf 39,19 Dollar ab. Die Investmentbank Salomon Smith Barney hatte zuvor die Bewertung der Qualcomm-Aktien auf "in-line" von "outperform" zurückgenommen. Die Aktie habe sich von ihrem jüngsten Tiefstand Mitte September inzwischen rund 60 Prozent erholt, teilte die Bank dazu mit.

Die Titel des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart Stores fielen rund 2,2 Prozent auf 51,85 Dollar. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, die kalte Witterung habe den Umsatz in der vergangenen Woche belastet. Der Umsatzzuwachs im Dezember dürfte jedoch bei den seit mindestens einem Jahr geöffneten Geschäften wie zuvor prognostiziert zwischen drei bis fünf Prozent liegen.

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