Unkenrufe verstummt, Athleten geraten ins Schwärmen
Erster Olympiasieg für Griechenland

Für die einen ist es das "Wunder von Athen", für die anderen die "Wiedergeburt Griechenlands". Drei Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele ist die Stimmung in der griechischen Hauptstadt umgeschlagen. Wo vor kurzem noch ein drohendes Fiasko beschworen wurde, herrscht plötzlich so etwas wie eine vorolympische Euphorie.

HB ATHEN. Die Unkenrufe sind verstummt, die Athleten geraten ins Schwärmen: Niemand spricht mehr davon, dass die Griechen mit dem Bau der Olympia-Arenen nicht rechtzeitig fertig werden könnten. Die Weltpresse von "Le Monde" (Paris) bis zur "Financial Times" (London) preist das Improvisationstalent der Griechen. Die Sportstätten der Olympischen Spiele von Athen genügen allerhöchsten Anforderungen. Allein diese Tatsache grenzt an ein Wunder, nachdem Skeptiker vieler Länder den Griechen noch vor einem Jahr ein Desaster vorausgesagt hatten.

Nachdem die Chefin des Organisationskomitees Athoc, Janna Daskalaki-Angelopoulou, fünf Tage vor der Eröffnung die letzten Bauarbeiten für abgeschlossen erklärte, sind jedoch alle Kritiker in die Schranken gewiesen. Allerorts verschwanden am Wochenende die letzten Bagger und Baukräne, die Putzkolonnen übernahmen das Regime und geben nun den Arenen den letzten Schliff. "Athen bietet die besten Sportstätten der Welt", verkündete Athoc-Sprecher Machlis Zacharatos am Montag nicht ohne Stolz.

"Wir sind sicher, es wird sehr, sehr gute Spiele geben", meint auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge. Im Olympiastadion probten 30 000 Statisten für die Eröffnungsfeier am Freitag. 6500 der 10 800 Olympia-Teilnehmer bezogen bereits ihre Quartiere im Olympischen Dorf.

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