Unklare Situation
WAZ-Gesellschafter verhindert Springer-Einstieg

Der Einstieg der Essener WAZ Mediengruppe beim Axel-Springer-Verlag ist vorerst nicht möglich. Einer der fünf Gesellschafter-Stämme des Familienverlags bestätigte im Gespräch mit dem Handelsblatt (Montagausgabe), dass er den Erwerb der von Leo Kirch angebotenen 40%-Beteiligung am Axel-Springer-Verlag ablehne.

HB/rtr DÜSSELDROF. "Wir werden einem Einstieg bei Springer nicht zustimmen", sagte Klaus Schubries. Seine Ehefrau Renate Schubries hält eine Beteiligung von 16,7 % an dem Zeitungsverlag. Für einen Erwerb muss aber ein einstimmiger Beschluss der Gesellschafter vorliegen.

Einer der Gesellschafter der Funke-Gruppe, Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner, sagte hingegen am Freitag, die Funke-Gruppe sei zu einem Einstieg bei Springer bereit, wenn die Konditionen stimmten. Diese Bedingungen hätten von Anfang an gegolten. "Dies bedeutet nicht ein Abwinken des Interesses an einem Engagement bei Springer", betonte er. Zum Stand der Verhandlungen um Springer sagte er, die WAZ-Gesellschafter hätten "noch nichts abschlussreifes auf dem Tisch".

Die WAZ-Gruppe hatte Interesse an dem 40-prozentigen Springer-Anteil des Münchener Medienhändlers Leo Kirch angemeldet, deren Einstieg Springer-Vorstand Mathias Döpfner und Hauptaktionärin Friede Springer allerdings ablehnen. In Branchenkreisen gilt auch der Schweizer Ringier Verlag als potenzieller Käufer.

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