Unmut in der FDP
FDP verschiebt Entscheidung über Aufnahme Karslis

Der nordrhein-westfälische FDP - Kreisverband Recklinghausen hat die Entscheidung über eine Aufnahme des Ex-Grünen Düsseldorfer Landtagsabgeordneten Jamal Karsli verschoben.

dpa DÜSSELDORF/RECKLINGHAUSEN. "Wir wollten das nicht im Schnellverfahren machen", sagte der Kreisvorsitzende Mathias Richter am Mittwoch. Ursprünglich war die Entscheidung für den vergangenen Dienstagabend vorgesehen.

Karsli hat in den vergangenen Wochen mehrfach mit harscher Kritik an Israel für Schlagzeilen gesorgt - zuletzt durch ein Interview in der Wochenzeitung "Junge Freiheit", die wegen des Verdachts antisemitischer Agitation vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) bezeichnete es am Dienstagabend in der Sendung "Vorsicht!Friedman" als Fehler, dass Karsli bereits in die Landtagsfraktion aufgenommen worden sei.

Auch innerhalb der NRW-Landespartei formiert sich Widerstand gegen die rückhaltlose Unterstützung von Parteichef Jürgen Möllemann für Karsli. "Wer sich wiederholt in so unerträglicher Weise äußert, kann und wird in der FDP keine politische Heimat finden", sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Andreas Pinkwart dem "Bonner Generalanzeiger".

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