Unmut wegen Lohnkürzungen
Post rechnet nicht mit Streiks zu Weihnachten

dpa-afx BONN/MÜNCHEN. Die Deutsche Post rechnet wegen eines Lohnkonflikts nach eigenem Bekunden nicht mit Streiks zu Weihnachten, will aber "Arbeitsverweigerungen" in den Paket- und Briefzentren nicht ausschließen.

Ein Firmensprecher bestätigte am Mittwoch Pläne der Post, befristet Beschäftigten ab Januar weniger zu zahlen. Ein Streik sei in dieser Sache aber "gar nicht möglich", weil mit Postgewerkschaft einvernehmlich ein Tarifvertrag geschlossen worden sei, der die Kürzungen erlaube.

Das Magazin "Focus-Money" berichtete, die Post wolle etwa 4000 Aushilfskräften ab Januar die Stundenlöhne um bis zu 20 Prozent kürzen und sorge damit für Unmut.

Post-Sprecher Jürgen Blohm betonte, die Post zahle auch künftig mehr als in der Branche üblich. Zudem hätten befristet Beschäftigte unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie auf Schicht- und Erschwerniszulagen. "Es gibt keinen Grund zum Streiken", betonte Blohm. Zu einem Streik ohnehin nur die Gewerkschaft aufrufen, "die aber dem Tarivertrag zugestimmt hat".

Sollte es dennoch Arbeitsniederlegungen geben, behalte sich die Post arbeitsrechtliche Schritte vor. Laut "Focus-Money" sollen Aushilfen als Einstiegsgehalt künftig knapp 16 Mark statt bisher 18,80 Mark bekommen. Im Ruhrgebiet sei deswegen bereits ein Anwalt eingeschaltet worden. Die Aktie der Deutschen Post gab am Mittwoch bis zum Nachmittag 1,7 Prozent auf 22,11 Euro (43,24 Mark) nach. Der Anteilsschein ist seit dem 20. November an der Börse in Frankfurt am Main notiert und hat sich bislang kaum von seinem Ausgabepreis von 21 Euro entfernt.

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