UNO-Gesandter
Wahlen in Afghanistan in drei Jahren möglich

Nach Einschätzung des UNO-Sonderbotschafters für Afghanistan, Francesc Vendrell, könnten in dem von Bürgerkrieg zerrütteten Land bereits in drei Jahren Wahlen stattfinden. Eine Volkszählung könnte die Wahlen vorbereiten, sagte Vendrell der britischen Zeitung "Guardian" in Kabul.

Reuters LONDON. Der erste Schritt für eine stabile Übergangsregierung könne innerhalb einer Woche erfolgen, wenn sich Vertreter der afghanischen Nordallianz und des früheren Königs Sahir Schah an einem neutralem Ort träfen. Die Aussichten für Afghanistan sehe er optimistisch, da die internationale Gemeinschaft umfassende Wiederaufbauhilfen zugesagt habe.

Die Vereinten Nationen (UNO) sowie die USA und ihre Verbündeten streben für Afghanistan eine Regierung an, in der möglichst alle Bevölkerungsgruppen vertreten sind, auch Paschtunen, die die bislang dort herrschenden radikal-islamischen Taliban unterstützten und die Bevölkerungsmehrheit stellen. In der Nordallianz sind Minderheiten wie Usbeken, Tadschiken und Hasara vertreten. Die inzwischen weite Teile Afghanistans beherrschende Nordallianz hat zugestimmt, dass die Verhandlungen über die künftige Regierung auf neutralem Boden stattfinden, möglicherweise in Bonn.

Seit dem 7. Oktober greifen US-Streitkräfte Ziele der Taliban und der Organisation des moslemischen Extremisten Osama bin Laden, El Kaida, in Afghanistan an. Damit unterstützten sie eine Offensive der Nordallianz. Die Taliban hatten Bin Laden Unterschlupf gewährt, den die USA für den Drahtzieher der Anschläge in New York und Washington am 11. September halten.

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