Unprofessionelle Pressekonferenz
EM.TV im freien Fall

"Aktionäre in Angst" - Das Papier des Medienunternehmens fiel um 27,32 % auf 7,45 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Ein Ende der massiven Kursverluste von EM.TV zeichnet sich auch im Handel am Dienstag nicht ab. Das Papier des Münchner Medienunternehmens fiel bis 11.35 Uhr um 27,32 % auf 7,45 Euro.

"Die Aktionäre kriegen es mit der Angst zu tun", sagte ein Händler. Keiner könne vorhersagen, wie weit es noch nach unten geht. "Das wäre reine Spekulation." Im Gespräch nannte der Händler die 7,50er Marke noch als mögliche charttechnische Unterstützungslinie. Diese wurde aber kurz nach dem Gespräch unterschritten.

Hier der aktuelle Kurs

Der Händler kritisierte die Pressekonferenz vom Vortag. Diese sei unprofessionell gewesen. Zu den Knackpunkten sei nichts Aussagekräftiges gesagt worden. Was die Finanzen des Unternehmens angehe stünden die Anleger nach wie vor im Dunkeln.

Privatanleger sollten lieber erst einmal die Finger von EM.TV lassen, warnte er. Auch wenn die Münchner gute Produkte hätten, sei Vorsicht angebracht. "EM.TV muss sich noch konsolidieren." Bis sich der neue Finanzvorstand eingearbeitet habe, brauche es noch etwas Zeit.

Im Zuge der Finanzkrise hatte der stellvertretende EM.TV-Vorstandsvorsitzende Florian Haffa am Sonntagabend seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Vor einigen Wochen hatte er nach der Korrektur der Halbjahres-Zahlen bereits sein Amt als Finanzvorstand abgegeben.

Der Händler rechnet jedoch trotz aller Probleme damit, dass EM.TV als selbstständiges Unternehmen bestehen bleibt. Die Kirch-Gruppe werde allenfalls ihre Beteiligung von 25% erhöhen.

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