Unrechtmäßig an Mutter geflossen
Klöckner lässt Verbleib von 120 Millionen Euro prüfen

Der Duisburger Werkstoffhändler Klöckner & Co lässt konzernintern den Verbleib von 120 Mill. Euro (234,7 Mio DM) überprüfen.

dpa DUISBURG. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG untersuche derzeit, ob zum Nachteil von Klöckner & Co unzulässig Geld innerhalb des Konzernverbundes des Londoner Mutterkonzerns Balli geflossen ist, sagte ein Klöckner & Co-Sprecher am Dienstag. Er bestätigte damit entsprechende Berichte des "Spiegels" und der "Neuen Ruhr Zeitung" (NRZ).

"Das Geld ist nicht mehr da, wo es eigentlich sein sollte", sagte der Sprecher. Frühestens Mitte nächster Woche werde die Sonderuntersuchung abgeschlossen sein. Der Sprecher kündigte eine umfassende Aufklärung an. Vor vier Monaten hatte der Düsseldorfer E.ON-Konzern Klöckner & Co für insgesamt 1,1 Mrd. Euro an den Londoner Werkstoff- und Chemieproduktehändler verkauft. Balli hält 94,5 % der Anteile. 5,5 % liegen bei der Düsseldorfer WestLB.

Klöckner & Co erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 5,1 Mrd. Euro und beschäftigte mehr als 11 000 Menschen in 18 Ländern. Insgesamt erzielt die Balli-Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von über sieben Mrd. Euro und beschäftigt 17 000 Menschen.

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