Unregelmäßigkeiten bei TV-Ausstrahlung
Tschechisches Parlament berät über TV-Streit

Im seit Wochen andauernden Streit um den Chef des Fernsehsenders CT, Hodac, ist das tschechische Parlament am Freitag zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

dpa PRAG. Das Prager Abgeordnetenhaus hat sich am Freitag in einer Sondersitzung das erste Mal mit dem Führungsstreit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT in Tschechien befasst. Parlamentspräsident Vaclav Klaus eröffnete am Morgen eine Sitzung, in deren Verlauf ein Schlagabtausch der Parteien erwartet wurde. Eine Beschlussfassung war nicht geplant. Das Parlament kann erst bei einer erneuten Sondersitzung am 12. Januar über ein Mediengesetz abstimmen, das den Konflikt beenden soll.

Der umstrittene CT-Intendant Jiri Hodac, der am Donnerstag mit einem Kreislaufkollaps in ein Krankenhaus gebracht werden musste, befand sich am Freitag nach Auskunft seiner Ärzte auf dem Weg der Besserung. Der 53-Jährige war am 20. Dezember zum Generaldirektor gewählt worden. Ein Großteil der CT-Redakteure wirft ihm unter anderem parteipolitische Bindung vor und hält seit einigen Tagen ein Studio des Senders besetzt.

Am Donnerstagabend war es im CT-Programm erneut zu einer Unregelmäßigkeit gekommen. Nachdem sich etwa 78 % der Zuschauer während einer Diskussion telefonisch für den Rücktritt von Hodac ausgesprochen hatten, wurde die Umfrage nicht mehr eingeblendet.

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