Unregelmäßigkeiten bei Wiederwahl
Fujimori will innerhalb von 48 Stunden zurücktreten

ap LIMA. Der peruanische Präsident Alberto Fujimori wird Anfang der Woche zurücktreten. Wie Ministerpräsident Federico Salas am Sonntag mitteilte, will Fujimori seinen Rücktritt am Montag oder spätestens am Dienstag im Kongress einreichen. Salas sagte im peruanischen Rundfunk, der Präsident werde die Gründe für seinen Rücktritt selbst mitteilen, "was ich weiß, ist, dass er kein Hindernis für den Demokratisierungsprozess sein will." Der autokratisch regierende Fujimori, der sich zurzeit zu einem Besuch in Japan aufhält, wurde erstmals 1990 zum Präsidenten gewählt und trat nach einer umstrittenen Wahl im Sommer dieses Jahres seine dritte Amtszeit an, obwohl die Verfassung nur zwei Amtsperioden zulässt.

Sein Geheimdienstchef riss ihn in die Tiefe- Fujimori im Porträt

Im September wurde ein Video veröffentlicht, dass seinen Vertrauten und Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos bei der Bestechung eines oppositionellen Abgeordneten zeigt. Danach kündigte Fujimori vorgezogene Neuwahlen an, bei denen er selbst nicht mehr kandidieren werde. Die Verlängerung seines Japan-Aufenthalt hatte bereits am Wochenende in seiner Heimat Spekulationen über einen bevorstehenden Rücktritt ausgelöst. Widersprüchliche Begründungen für den verlängerten Aufenthalt Fujimoris nährten die Gerüchte über einen Rücktritt oder einen Asylantrag an Japan zusätzlich. Salas erklärte, Fujimori wolle japanische Kredite für Peru aushandeln. Dagegen teilte das japanische Außenministerium mit, Fujimori müsse sich in Tokio von einer Erkältung auskurieren. Fujimori ist japanischer Abstammung.



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