Unruhen befürchtet
Benzinpreis-Proteste in Jakarta

Reuters JAKARTA. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat am Sonntag eine Demonstration gegen die Erhöhung der Benzin-Preise begonnen. Befürchtet wird, dass die zunächst friedlichen Proteste der Menschen zu Unruhen ausarten könnten, denn betroffen von der Erhöhung der Kraftstoff- und Kerosin- Preise um zwölf Prozent sind nicht nur die Autofahrer, sondern auch zahlreiche Haushalte, die Kerosin zum Kochen und zur Beleuchtung ihrer Wohnungen verwenden. Die Teilnehmer des Protestmarsches wollten durch Zentrum der Stadt marschieren und danach bis zum Präsidenten-Palast ziehen.

Hinzu kommt der Zorn vieler Indonesier über die vorzeitige Beendigung des Prozesses gegen den früheren Machthaber, Präsident Suharto, wegen Betruges. Ein Gericht hatte in der vergangenen Woche entschieden, Suharto sei aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr in der Lage, einen Prozess durchzustehen. Suharto wird vorgeworfen, über 550 Mill. $ aus Wohlfahrtseinrichtungen, denen er vorstand, während seiner 32-jährigen Amtszeit veruntreut zu haben.

Das wirtschaftlich angeschlagene Indonesien ist vom Internationalen Währungsfonds (IWF) verpflichtet worden, im Zuge der Reformen bestimmte staatliche Subventionen zurück zu fahren. Dazu gehören auch die Subventionen für Benzin und Kerosin.

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