Unsachgemäße Berichterstattung
Putin kritisiert Medienmogule

Der russische Präsident hat die Medien für den wirtschaftlichen und militärischen Verfall des Landes verantwortlich gemacht.

ap MOSKAU. Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Medienmogule für den wirtschaftlichen und militärischen Verfall des Landes verantwortlich gemacht. Die Wochenzeitung "Wlast" veröffentlichte am Freitag einen Mitschnitt eines Treffens Putins mit Angehörigen der 118 verstorbenen Soldaten des gesunkenen Atom-U-Boots "Kursk". Der Präsident erklärte, die Oligarchen hätten die Medien aufgekauft und manipulierten nun die öffentliche Meinung. Das Magazin gehört dem auch politisch aktiven Medienmogul Boris Beresowski.

Bei dem Treffen am 22. August sagte Putin, die Rettungsversuche seien gescheitert, weil seine Vorgänger Michail Gorbatschow und Boris Jelzin das Land in finanzielle Not gesteuert hätten. Daher sei nicht ausreichend Geld für die Streitkräfte vorhanden. Beobachter erklärten, die Stellungnahme Putins sei eher ein Versuch, die Verantwortung für die Katastrophe von sich zu schieben. Putin sagte weiter, die Medien hätten Unwahrheiten über das Unglück verbreitet, um die Regierung zu erpressen. "Die Menschen im Fernsehen haben zehn Jahre lang die Streitkräfte und die Marine zerstört", erklärte er. "Ihr Ziel ist es, beide zu ruinieren".

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