Unsichere Aussichten: Welthandel erholt sich 2002 dank USA

Unsichere Aussichten
Welthandel erholt sich 2002 dank USA

Dank der gestiegenen Nachfrage in den USA und in Ostasien hat der Welthandel im Jahr 2002 um 2,5 % zugelegt nach einem Minus von einem Prozent im Vorjahr. Für 2003 rechnet die Welthandelsorganisation WTO mit einem ähnlichen Wachstum. Die Entwicklung sei im vergangenen Jahr regional stark unterschiedlich verlaufen, teilte die WTO am Mittwoch in Genf mit.

HB/dpa GENF. "Die Zahlen spiegeln die wachsende wirtschaftliche und politische Unsicherheit in der Welt wider", sagte der WTO-Generaldirektor Supachai Panitchpakdi. Insbesondere der Irak-Krieg und die mögliche Ausbreitung der Lungenkrankheit SARS bedrohten den Welthandel.

Nach Angaben der WTO stiegen die Exporte im Jahr 2002 weltweit um 4 % auf 6 240 Mrd. Dollar an. Dienstleistungen erreichten mit 1 540 Mrd. Dollar einen neuen Rekord. Die treibenden Kräfte waren die USA, Ostasien und China. In Asien wuchsen Import und Export im zweistelligen Bereich. China überholte die USA und rückte zur fünftgrößten Handelsnation auf.

In Westeuropa hingegen stagnierte der Handel fast völlig. Exporte stiegen um 0,6 %, Importe gingen um 0,5 % zurück. Lateinamerika verzeichnete eines seiner schlimmsten Wirtschaftsjahre. Die Importe gingen um mehr als fünf Prozent zurück.

Die Furcht vor Terrorismus habe viele Unternehmen zu Sicherheitsmaßnahmen angeregt, die sich letztlich auch auf den Handel ausgewirkt hätten, stellte die WTO fest. Die weltweit steigenden Spannungen hätten sich auf auf die Ölpreise ausgewirkt.

Zahlreiche Länder verzeichneten wachsende Arbeitslosigkeit. So stiegen sowohl in Nordamerika als auch in Westeuropa und Japan die Zahlen an. Japan erreichte mit einer Quote 5,5 % einen historischen Höchststand. In Lateinamerika lag die Arbeitslosenquote in den Städten im Schnitt bei 9,1 %.

Die WTO zeigte sich besorgt über die langfristigen Auswirkungen des Irak-Krieges. "Militärische Interventionen können Auswirkungen auf das gesamte System internationaler Institutionen und Vereinbarungen haben. Der Vertrauensverlust in weltweite Institutionen könnte die Entstehung einheitlicher Meinungsblöcke und nach innen gerichteter Politik fördern", heißt es in dem Papier der WTO.

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