Unsichere Konjunkturaussichten
Tokios Börse büßt weiter ein

Trotz der positiven Vorgabe der US-Technologiebörse Nasdaq hat die asiatische Leitbörse in Tokio am Donnerstag mit leichten Verlusten von 0,2 % geschlossen.

dpa TOKIO. Trotz der positiven Vorgabe der US-Technologiebörse Nasdaq hat die asiatische Leitbörse in Tokio am Donnerstag mit leichten Verlusten von 0,2 % geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sank um 34,53 Punkte auf 13 946,96 Zähler. Händler nannten als Grund die allgemein wachsenden Sorgen am Markt über eine erneute Talfahrt der japanischen Wirtschaft.

"Wie die Abschwächung des Yen zeigt, ist die Stimmung derzeit schlecht", sagte ein Händler. Der $ kletterte um 15.00 Ortszeit gegenüber der japanischen Währung auf 114,38-41 Yen (Vortag: 114,16-19). Der Euro notierte mit 92,80-90 Cents (Vortag: 93,15-25).

Am vorletzten Handelstag des Jahres seien die Anleger am Aktien- und Devisenmarkt durch die unsicheren Konjunkturaussichten verunsichert gewesen, sagten Händler. So zeigten die in dieser Woche veröffentlichten Statistiken sinkende Arbeitslosenzahlen, sparsamer wirtschaftende Privathaushalte und eine überraschend gering ausfallende Industrieproduktion. Als Konsequenz stieg der $ gegenüber dem Yen auf sein höchstes Niveau seit August 1999. Der Euro fiel gegenüber dem Greenback um einen halben Cent. Eine Stunde vor Handelsschluss gab die Gemeinschaftswährung bis auf ihr Tagestief von 0,9279 $ nach.

Am Aktienmarkt sorgte die Entscheidung der Behörden für Unruhe, die dem Vermögensverwalter Nomura Asset Management wegen illegalen Wertpapierhandels für zwei Monate weitere Vertragsabschlüsse verbot. Zudem muss das Unternehmen interne Kontrollinstanzen aufbauen, die zukünftige Verstöße verhindern sollen. Nomura schlossen 65 Yen leichter bei 2 065. "Es ist sicher, das dies die Stimmung beeinflusst hat", sagte Hidenori Karaki, Anlage-Chef bei Tokyo Mitsubishi Personal Securities Co Ltd. Nomura.

Toyota und NTT DoCoMo litten unter dem nahen Verfall von konvertierbaren Bond-Anleihen. Daiwa Institute of Research vermutete, dass im Januar überdurchschnittlich viele Bonds getilgt werden. DoCoMo gaben um 120 000 auf 2,01 Mill. Yen ab, während die Aktien des Autokonzerns um 10 auf 3 680 Yen sanken.

Sega büßten 45 auf 1 009 Yen ein und gaben damit mehr als die Hälfte ihres Gewinnes vom Vortag wieder ab. Nintendo legten um 550 auf 18 000 Yen zu. Beide Unternehmen hatten am Vortag einen Bericht dementierten, sie verhandelten über einen Zusammenschluss.

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