Unsicherheit über Bankreform
Tokioter Börse auf des Messers Schneide

Die Börse Tokio hat am Donnerstag nach anfänglichen Gewinnen erneut schwächer geschlossen. Händler sagten, die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den von der Regierung erwarteten Reformpläne für das Finanzsystem hätten zugenommen, als der erwartete Bericht einer Arbeitsgruppe der Regierung nun endgültig auf Ende Monat verschoben worden sei.

Reuters TOKIO. Dies habe die Aktien vor allem von Banken unter Druck gesetzt. Zudem hätten nach anfänglichen Anstiegen Gewinnmitnahmen den Markt ebenfalls gedrückt. Die Gewinne der US-Börsen vom Vorabend hätten Tokio damit keinen Auftrieb verleihen können. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index sank 1,15 Prozent oder 100,22 Zähler auf 8614,30 Punkte. Der kapitalgewichtete Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 859,45 Punkte.

Der japanische Finanzdienstleistungs- und Wirtschaftsminister Heizo Takenaka hatte die zunächst für Dienstag vorgesehene Veröffentlichung seines Entwurfs für die Reform des maroden Bankensystems wegen politischen Widerstands nun endgültig auf Ende des Monats verschoben. Bis dahin dürfte sich der Markt nach Ansicht von Händlern nun auf des Messers Schneide befinden.

"Ich denke, der Markt nimmt eine etwas härtere Gangart gegenüber den Banken und deren Problemkredite allgemein relativ gelassen hin", sagte Norihiro Fujito, Aktienstratege von Mitsubishi Securities. "Aber er hat wenig Vertrauen in die Fähigkeiten der Regierung, die Massnahmen auch mit einem genügenden Sicherheitsnetz zu begleiten und zu verhindern, dass die Wirtschaft abstürzt", sagte er.

Die Banken gaben mehrheitlich nach. Sumitomo Mitsui Banking Corp sackten 5,45 Prozent ab auf 451 Yen. Unter den vier Grossbanken, schloss lediglich die Nummer drei, die Mitsubishi Tokyo Financial Group, die zugleich als solideste gilt, höher. Sie gewannen 1,28 Prozent auf 790 000 Yen.

Gegen den Trend fester schlossen Nissan Motor, die von ihrem starken Ergebnis profitieren konnten. Nissan stiegen sechs Prozent auf 990 Yen. Davon seien aber auch einige Zulieferer von Nissan stimuliert worden. So rückten Nissan Shatai , die das Chassis für den populären Elgrand Minivan herstellt, 2,6 Prozent vor auf 508 Yen. Zu den Verlierern gehörten neben den Banken auch NTT DoCoMo , die unter Gewinnmitnahmen litten und sich um 3,1 Prozent auf 219 000 abschwächten.

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