Unsicherheit über US-Militärschläge
Dax verringert Verluste

Die deutschen Aktien im Dax und Nemax 50 haben am Dienstagnachmittag Verluste verbucht. Immerhin konnten beide Indizes ihre Verluste bei geringen Umsätzen eingrenzen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor zuletzt 1,05 % auf 4 195,43 Punkte. Am Neuen Markt gab der Nemax 50 um 0,44 % auf 775,33 Zähler nach. Der MDax der 70 mittelgroßen Standardwerte verbesserte sich dagegen um 0,19 % auf 3 986,15 Punkte.

"Solange die Unsicherheit über mögliche US-Militärschläge besteht, werden sich die Anleger weiter zurückhalten", sagte ein Düsseldorfer Händler. Schließlich wisse niemand, wie die Börse bei einer Eskalation reagieren werde. Die Zinsentscheidung durch die US-Notenbank Fed trete daher in den Hintergrund. Eine Senkung um 0,5 Prozentpunkte sei in den Kursen eingepreist, hieß es.

Die Aktien der Lufthansa konnten von der Krise von Swissair nicht profitieren und verloren 7,50 % auf 9,74 Euro. Die schwer angeschlagene Schweizer Traditions-Fluglinie wird von den Banken übernommen. Analyst Uwe Weinreich von der Hypo-Vereinsbank rechnet damit, dass der Schock nach der Terrorserie die Passagierzahlen noch mindestens fünf Monate kräftig drücken und Markt sowie Aktienkurse belasten dürfte. Ein Händler hielt es jedoch für möglich, dass ehemalige Swissair-Kunden zur deutschen Konkurrenz wechseln.

Infineon unter Druck

Auch Infineon gaben deutlich um 6,69 % auf 11,99 Euro nach. Händlern zufolge belastete den Halbleiter-Hersteller der schwache Ausblick des US-Computer-Produzenten Compaq. "50 % des PC-Marktes sind direkt mit der Halbleiterbranche verbunden", sagte Analyst Christian Thormann von der Conrad Hinrich Donner Bank.

Bester Wert im Dax waren die Titel des Pharmakonzerns Schering mit einem Aufschlag von 3,78 % auf 56,59 Euro. Das Berliner Unternehmen erwartet aus dem Verkauf seines 24-prozentigen CropScience-Anteils an den Leverkusener Chemiekonzern Bayer einen Erlös von 1,5 Mrd. Euro. Bayer verloren dagegen 1,57 % auf 30,00 Euro.

Die T-Aktie konnte nur kurze Zeit von einem Pressebericht profitieren, wonach die Bonner einen großen Teil der verlustbringenden Tochter DeTe Immobilien verkaufen wollen. Nach einem kurzen Ausflug ins Plus fiel das Papier der Deutschen Telekom um 1,70 % auf 16,22 Euro. "Wenn die Meldung stimmt, ist das positiv zu bewerten, da die Deutsche Telekom die Verschuldung senken kann", sagte Analyst Hans-Peter Kuhlmann von der Baden Bank. -Württembergischen Die Telekom wollte den Bericht nicht kommentieren.

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