Unsicherheit um Telekom-Verkäufe stiften Nervosität
T-Aktie fällt durch massive Verkäufe auf Rekordtief

Erneut steht die Aktie der Deutschen Telekom unter Druck. Die T-Aktie sank heute bis auf 21,26 ? ab und markierte damit ein neues Rekordtief.

rtr FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Telekom haben ihre Talfahrt vom Vortag nach Angaben von Händlern auf Grund der Unsicherheit um den Verkäufer eines großen Aktienpakets mit hohem Tempo am Mittwoch fortgesetzt und sind erneut auf den tiefsten Stand der vergangenen zweieinhalb Jahre gefallen.

Am Vormittag stürzten die Papiere in einem schwachen Gesamtmarkt zeitweise um knapp sieben Prozent auf ein Tief von 21,82 ?. "Am Markt herrscht eine große Unsicherheit, wer der Verkäufer gestern war. Das verursacht Nervosität", sagte ein Aktienstratege einer großen Londoner Investmentbank.

Am Dienstag hatte die Deutsche Bank auf Anfrage bestätigt, 44 Mill. T-Aktien zu je 23,60 ? platziert zu haben. Zur Identität des oder der Verkäufer wollte sich die Bank nicht äußern. Genau diese Unsicherheit um die Identität und die Motive des Verkäufers lasse die übrigen Marktteilnehmer nervös werden, sagte ein Händler. Am Mittwoch wurden auf dem elektronischen Handelssystem Xetra bis gegen Mittag mehr als 18 Mill. Stücke gehandelt.

Haltefristen für VoiceStream-Aktionäre enden bald

Die Deutsche Telekom sieht sich nach Angaben von Börsianern wegen der demnächst endenden Haltefristen für frühere Voicestream-Aktionäre einem starken Rückfluss von Aktien auf den Markt ausgesetzt. Die Ende Mai abgeschlossene Akquisition der US-Mobilfunkfirma VoiceStream durch die Telekom wurde teilweise in bar und in Telekom-Aktien abgewickelt. Einige große ehemalige VoiceStream-Anteilseigner planen nun ihre Telekom-Anteile, die sie im Zuge der Akquisition erhalten haben, demnächst wieder abzustoßen, hieß es. Beispielsweise habe das Telekommunikationskonglomerat Hutchison Whampoa über 206 Mill. Telekom-Aktie erhalten.

Analysten sagten, diese seien zu 40 % ab dem ersten September 2001 frei zum Verkauf. Insgesamt könnten ab Anfang September 230 bis 240 Mill. T-Aktien verkauft werden, die bisher noch einer Haltefrist unterliegen.

Den höchsten Stand des Jahres erreichten die Telekom-Aktien Mitte Januar mit 39,85 ?. Seitdem haben die Papiere rund 45 % ihres Wertes eingebüßt.


6-Monats-Chart der T-Aktie

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