Unsicherheiten über die steuerrechtliche Behandlung
Metro legt Immobilien-Verkauf wohl auf Eis

Deutschlands größter Einzelhandelskonzern Metro wird nach Informationen aus Unternehmenskreisen den bereits als sicher erwarteten Verkauf seines Immobilienbesitzes vorläufig nicht realisieren.

Reuters FRANKFURT. "Aufgrund der Unsicherheiten über die steuerrechtliche Behandlung von Immobilien in Deutschland hat das Unternehmen die Veräußerung seiner Immobilien bis auf weiteres ausgesetzt", hieß es am Mittwoch in den Kreisen. Grundsätzlich habe sich allerdings an der Strategie, die wesentlichen Immobilien des Konzerns zu veräußern, nichts geändert. "Möglicherweise können wir bereits im Frühjahr 2003 zu diesen Überlegungen zurückkommen", hieß es in den Kreisen. Die Metro wollte sich am Mittwochmorgen zu diesen Informationen zunächst nicht äußern.

"Der vorläufige Verzicht der Metro auf die Veräußerung der Immobilien hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf die operative Ertragslage des Metro-Konzerns" hieß es in den Unternehmenskreisen weiter. Der Konzern hatte seinen Immobilienbesitz im Wert von über drei Milliarden Euro Ende 1999 an die Immobiliengesellschaft AIB abgegeben, an der Metro mit 49 Prozent beteiligt ist. Weitere Eigentümer sind die WestLB und die Provinzial.

Als Käufer waren unter anderem die amerikanische Fondsgesellschaft Blackstone sowie ein Konsortium um den US-Finanzdienstleister Gerneral Electric Capital sowie die Investmentbanken Morgan Stanley, Merrill Lynch und Goldman Sachs im Gespräch. Beide Gruppen seien über die Entscheidung der Metro, den Verkauf auszusetzen, informiert worden. Die Aktie der Metro AG weitete am Morgen ihre Kursverluste in einem schwachen Gesamtmarkt zunächst aus, das Papier notierte etwa fünf Prozent im Minus bei rund 21,20 Euro.

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