Unsicherheitsfaktoren belasten
Dollar wenig verändert

Der Dollar hat am Montagvormittag im europäischen Devisenhandel wenig verändert zu Euro und Yen notiert. Die anhaltende Unsicherheit wegen eines drohenden Irak-Krieges sowie über die Währungspolitik der USA lasteten auf dem Dollar, sagten Händler.

Reuters LONDON. Gegen 11.30 Uhr MEZ lag der Euro bei 1,0222/24 Dollar nach 1,0236/40 Dollar am Freitag im späten New Yorker Handel. Damit notierte die Gemeinschaftswährung immer noch in der Nähe ihres Drei-Jahres-Hochs von vergangener Woche bei 1,0259 Dollar. Zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 120,99/121,07 (New York 120,45/53) Yen.

An den Devisenmärkten wird Analysten zufolge derzeit darüber spekuliert, ob der als Nachfolger des zurückgetretenen US-Finanzministers Paul O'Neill nominierte John Snow die bisherige Politik des festen Dollar verwerfen werde. "Der Schlüsselfaktor, der derzeit den Dollar belastet, ist die Unsicherheit über John Snow (...), ob er für die Politik des starken Dollar stehen wird oder für einen schwächeren Dollar", sagte WestLB-Währungsexperte Michael Klawitter.

Klawitter wies auch auf die jüngsten Medienberichte zum Irak-Konflikt hin. So hatte die "Financial Times" berichtet, in britischen Regierungskreisen sei man "sehr enttäuscht" über die bisherigen Ergebnisse der Analyse des irakischen Waffendossiers. Bei der Prüfung hätten britische Experten Lücken entdeckt, die nach Einschätzung aus britischen Regierungskreisen Anlass für einen Militärschlag sein könnten. Die USA hatten damit gedroht, einen unvollständigen irakischen Bericht über die Rüstungsprogramme des Landes als Verstoß gegen die jüngste UNO-Resolution zur Abrüstung Iraks zu betrachten und damit als Anlass für einen Militärschlag.

In der letzten vollen Handelswoche vor Weihnachten stehen nur noch wenige wichtige Konjunkturdaten aus der Euro-Zone auf dem Kalender. Am wichtigsten davon ist Händlern zufolge der Ifo-Geschäftsklimaindex für Dezember, der am Mittwoch veröffentlicht wird. An US-Daten werden am Dienstag die Verbraucherpreise für November sowie die Neubaubeginne veröffentlicht, am Mittwoch die Außenhandelszahlen für Oktober, am Donnerstag der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia und am Freitag die endgültigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal.

Der Dollar erhielt Händlern zufolge leichte Unterstützung gegenüber dem Yen von Äußerungen des stellvertretenden japanischen Finanzministers Toshiro Muto. Muto sagte, Japan sei bereit zu entschlossenen Aktionen gegen schnelle Kursbewegungen. Die japanische Regierung befürwortet einen schwächeren Yen, um damit die exportabhängige Wirtschaft des Landes zu stützen.

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