Unter anderem für den Song des Jahres
Alicia Keys räumt bei Grammy-Verleihung ab

Die amerikanische Rythm- and Blues-Sängerin Alicia Keys ist bei der 44. Musikpreis- Verleihung in Los Angeles für den besten Song des Jahres mit dem begehrten Grammy Award ausgezeichnet worden. Die 21-jährige wurde zuvor bereits mit vier weiteren Preisen bedacht.

Reuters LOS ANGELES. Überraschend siegte in der Nacht zum Donnerstag bei der Vergabe des Preises für das beste Album der Soundtrack für den Film "O Brother, Where Art Thou?".

Gleich drei Grammys konnte die mit Nominierungen hoch gehandelte irische Rockgruppe U2 noch vor der Entscheidung über das beste Album des Jahres für sich verbuchen.

Die gebürtige New Yorkerin Keys hatte den Song "Fallin", der als bester Song des Jahres gewertet wurde, selbst verfasst. Zuvor war die junge R&B-Künstlerin mit Grammy Awards als beste Jung-Interpretin sowie in der Kategorie bestes R&B-Album, bester R&B-Song, und als die beste weibliche R&B-Stimme bedacht worden. Keys, die den Stil des "neo soul" repräsentiert, war mit sechs Nominierungen in die Ausscheidung gegangen.

Bereits vor Beginn der im Fernsehen übertragenen Gala war Rock-Star Lenny Kravitz mit einem der begehrten Grammy-Awards ausgezeichnet worden. Er bekam den Grammy als bester männlicher Rock-Interpret für den Song "Dig" aus seinem Album "Lenny".

Kravitz verwies damit die Alt-Stars Bob Dylan und Eric Clapton auf die Plätze. Die Erfolgsserie von Kravitz hatte 1999 mit "Fly Away" begonnen. 2000 erhielt er den Preis für seine Version von "American Woman", danach wurde sein "Again" belohnt.

Kravitz schärfste Konkurrenten waren in der kalifornischen Musiknacht Bob Dylan mit "Honest with me", Bryan Adams mit "New York, New York" und Eric Clapton mit "Superman inside". Aber auch die Alt-Meister Dylan und Clapton gingen nicht leer aus: Dylan bekam seinen Grammy in der Kategorie "Folk" mit auf den Weg, Clapton einen für beste Instrumentalmusik.

Die irische Rockgruppe U2 räumte, ebenfalls schon vor der eigentlichen Gala, erwartungsgemäß den Award in der Kategorie Rockalben mit "All that you can't leave behind" ab. Das Album verkaufte sich nach Angaben der Musikindustrie inzwischen zehn Mill. Mal. Die irischen Rock-Stars waren mit insgesamt acht Nominierungen in die Ausscheidung gegangen.

U2 heizten den Gästen im stark gesicherten Staple Center von Los Angeles dann zum Auftakt der eigentlichen Festveranstaltung mit "Walk on" die Stimmung mächtig an.

Nach Empfang des zweiten Awards stöhnte U2-Sänger Bono: "Gott sei Dank, zwei sind im Sack. Wenn man als Ire acht Nominierungen hat und kommt ohne jeden Preis nach Hause, dann lassen die Iren einen gar nicht wieder ins Land rein." Sprach es und herzte Pop-Star Britney Spears, die als blonde Preisfee die Awards auf der Gala mit überreichen durfte. Später konnte die Gruppe einen weiteren Award verbuchen.

Bei den Rock-Frauen war Lucinda Williams mit "Get it right with God" unter den ersten glücklichen Award-Gewinnerinnen.

Als Newcomer-Band in der Hard Rock-Kategorie wurde die Gruppe Linkin Park geehrt. Den Preis in der "Metal"-Klasse ging an Tool. Der britische Gitarrist Jeff Beck erhielt den Instrumental-Grammy, bereits die dritte Grammy-Auszeichnung seiner Karriere. Den Preis für "alternative" Rockmusik bringt das britische Rock-Quartett Coldplay heim.

Die Grammy Awards wurden in diesem Jahr zum 44. Mal verliehen. Sie gelten als die wichtigste Auszeichnung der amerikanischen Musikindustrie.

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