Unter Auflagen
EU-Kommission billigt Zerschlagung von Blu

Der viergrößte Mobilfunkanbieter Italiens, Blu, kann nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission jetzt aufgeteilt werden.

vwd BRÜSSEL. Obwohl die Kommission ursprünglich gegen die Aufspaltung des Unternehmens war, habe sie dem getrennten Verkauf unter Auflagen zugestimmt, um die Nachteile für den Wettbewerb bei einem Konkurs von Blu zu verhindern, teilte die Behörde in Brüssel am Dienstag mit. Blu ist seit einiger Zeit in einer äußerst prekären wirtschaftlichen Lage.

Für das Blu-Aktienpaket der Edizione Holding habe sich kein geeigneter Käufer gefunden, wie es zur Begründung hieß. Die einzelnen Unternehmensteile gehen nun an den Mobilfunkbetreiber Telecom Italia Mobile Spa (TIM) mit Sitz in Rom, an Omnitel, an Wind sowie an die Mobilfunkgruppe H3G. Dabei übernimmt Wind den Markennamen Blu sowie deren zwei Millionen Kunden, während das Gesellschaftskapital von Blu an TIM veräußert wird. Die Mobilfunkantennen kauft H3G von der Hutchison Whampoa Ltd, Hongkong.

Als Bedingung für die Veräußerung hat die Kommission nach eigenen Angaben von dem italienischen Ministerium für Telekommunikation und Mobilfunkbetreiber verlangt, die Frequenzen und Standorte "ausgewogen und diskriminierungsfrei" zu vergeben. Auf dieser Weise solle eine mögliche Stärkung der beherrschenden Stellung von TIM auf dem italienischen Mobilfunkmarkt verhindert und die Position der Wettbewerber verbessert werden, wie es hieß.

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