Unterdessen arbeitet die Rover Deutschland GmbH in Neuss mit Hochdruck an der Reorganisation des Vertriebes.
Rover-Händler stimmen Klageschrift gegen BMW ab

Köln (ADX). Nach einer Überarbeitung wird jetzt die geplante Klage von Rover-Händlern gegen BMW forciert. Jeder Rover-Händler erhalte zunächst die Klageschrift und könne dann für sich entscheiden, ob er sich der Klage anschließe, sagte Christian Genzow am Dienstag in Köln der Nachrichtenagentur ADX. Der Rechtsanwalt war vom Rover-Händlerverband mit der Fertigstellung der Klageschrift beauftragt worden. Zunächst war für den Wochenbeginn mit der Klageeinreichung gerechnet worden. Laut Genzow handelt es sich um eine Feststellungsklage gegen den Ex-Rover-Eigentümer BMW und «deshalb steht auch noch kein Streitwert fest».

Genzow erhob in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen den Münchener Autokonzern. «Für mich ist das, was geschehen ist, ein Wirtschaftsverbrechen», stellte er fest. So könne man nicht mit Händlern umgehen. BMW habe in vielen Bereich höchst unprofessionell gehandelt und mache nun «partielle Amnesie» geltend.

Unterdessen arbeitet die Rover Deutschland GmbH in Neuss mit Hochdruck an der Reorganisation des Vertriebes. Wie Geschäftsführer Jürgen Herrmann mitteilte, wird Rover dabei von einem 43-köpfigen Projektteam mit Sitz in München unterstützt. Bis zum Jahresende solle die Neusser Belegschaft 34 Mitarbeiter umfassen und das Münchener Projektteam aufgelöst werden. In Anzeigen sucht Rover Deutschland derzeit Mitarbeiter. Die Neusser Mannschaft werde ein Mix aus Neueinstellungen und früheren Rover-Mitarbeitern sein.

Ebenfalls in einer Anzeigenkampagne wird wieder um Vertrauen für die Rover- und MG-Modelle geworben. «Neben der Ein-Jahres-Garantie gibt es nun eine zweijährige Anschlussgarantie, und die Ersatzversorgung ist für zehn Jahre absolut gesichert», versicherte Herrmann. Mit einer sportlichen Variante des R 75 sowie einer Kombiversion will Rover die nächsten Schritte tun.

Nach dem Verkauf der verlustreichen britischen Tochter Rover fühlen sich Händler, die in die Marke investiert hatten, getäuscht. Bereits im April hatten Händler einen Rechtsstreit mit dem weiß-blauen Autobauer angestrengt. Nach Angaben von BMW bekräftigte das Landgericht Düsseldorf in einem rechtskräftigen Urteil, dass die bestehenden Händlerverträge durch die Ausgliederung von Rover «weder verletzt noch umgangen wurden».

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