Unterhaching gibt keine Ruhe
Schwere Vorwürfe gegen Eintracht-Aufsichtsrat

Die SpVgg Unterhaching hat im Streit um die Zugehörigkeit zur 2. Fußball-Bundesliga schwere Vorwürfe gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden von Konkurrent Eintracht Frankfurt erhoben. Die Bayern beschuldigen Volker Sparmann in einem Schreiben an den Vorstand der Deutschen Fußball-Liga (DFL) der Untreue.

dpa MÜNCHEN. In seiner Funktion als Geschäftsführer des Rhein/Main-Verkehrsverbundes (RMV) soll er eine Bürgschaft von einer Million Euro von einer Bank für die Eintracht erhalten haben, ohne die Organe des RMV über seine Aktivitäten zu informieren. Zudem soll Sparmann bei der Verhandlung vor dem DFL-Schiedsgericht am 3. Juli falsche Aussagen gemacht haben.

Die Unterhachinger stützen die Anschuldigung der Untreue auf ein Rechtsgutachten der Universität Tübingen und fordern den DFL-Vorstand auf, die Lizenzunterlagen von Eintracht Frankfurt neu zu prüfen. "Die DFL kann daran nicht vorbei gehen. Sonst gibt es Konsequenzen in jede Richtung", sagte Unterhachings Präsident Engelbert Kupka. Aus Sicht der Münchner Vorstädter reichen die Umstände der RMV-Bankbürgschaft aus, um der Eintracht die Lizenz zu entziehen.

Auch in der Auseinandersetzung um die umstrittene Bürgschaft der Hessischen Landesbank (Helaba) über vier Mill. Euro bringt die SpVgg neue Argumente vor. Sparmann hatte vor dem DFL-Schiedsgericht erklärt, von der Notwendigkeit einer Rückbürgschaft des Landes Hessen nichts gewusst zu haben. Die Hachinger präsentieren in ihrem Schreiben an die DFL eine Pressemitteilung der Helaba und ein Interview von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) mit dem Hessischen Rundfunk, woraus angeblich hervorgeht, dass Sparmann diese Kenntnis gehabt habe.

Die sportlich abgestiegene SpVgg Unterhaching war am Dienstag bei der DFL mit ihrem Antrag gescheitert, die 2. Bundesliga wegen des Lizenz-Hickhacks auf 19 Vereine aufzustocken. Um den Abstieg in die Regionalliga zu verhindern, hat der Verein das Oberlandesgericht Stuttgart angerufen, das am kommenden Dienstag über die Wirkungslosigkeit des Schiedsgerichtsurteils zu Gunsten der Frankfurter entscheiden muss.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%