Unterhändler erwarten weitere Freilassungen
Erneut Geisel auf Jolo freigelassen

ap JOLO. Die Geiselnehmer auf Jolo haben am Mittwoch eine ihrer philippinischen Gefangenen freigelassen. Unterhändler der philippinischen Regierung äußerten die Erwartung, das nach Lucrecia Dablo noch ein Dutzend weitere Geiseln in Kürze freikommen. Dablo war mit 13 Touristen, darunter die deutsche Familie Wallert, am 23. April von einer malaysischen Ferieninsel verschleppt worden. "Das ist wie ein Traum. Ich habe nicht erwartet, als erste gehen zu dürfen", sagte sie.

In der Gewalt der Moslem-Extremisten der Abu Sayyaf sind noch 29 Geiseln, darunter die beiden Deutschen Werner und Marc Wallert. Am Montagabend war ein Flugzeug aus Libyen in Manila eingetroffen, das die Geiseln ausfliegen soll. Die Freigelassenen sollen zunächst nach Libyen geflogen werden, von wo aus sie weiter in ihre Heimatländer reisen können. Presseberichten zufolge soll Libyen 25 Mill. Dollar für 17 Geiseln bezahlt haben. Dieses Geld solle in Form von humanitärer Hilfe etwa für Schulen, Krankenhäuser und Plantagenaufbau in die Region fließen.

Der ehemalige libysche Botschafter Abdul Radschab Assaruk, der den philippinischen Chefunterhändler Roberto Aventajado auf Jolo begleitet, dementierte diese Berichte. Bisher wurden nach Angaben aus philippinischen Militärkreisen etwa 5,5 Mill. Dollar Lösegeld gezahlt, unter anderem für die Freilassung der Deutschen Renate Wallert und von sechs Malaysiern.

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