Unterhaltungs-und Kommunikationsdrehscheibe
Siemens baut auf den Fernseher

Im Wettbewerb um die Vernetzung der Wohnungen setzt Siemens auf das Fernsehgerät als zentrale Station eines Verteilungskonzepts für Unterhaltung und Kommunikation in den privaten Haushalten.

ruk HANNOVER. Dazu hat Unternehmensbereich "Information and Communication Networks" (ICN) auf der Cebit das Lösungskonzept "Surpass Home Entertainment Solution" vorgestellt.

Das unter dem Projektnamen "Simon" entwickelte Konzept betont im Gegensatz zu der aus der Bürowelt stammenden, identischen Technik der Vernetzung stärker die Verbraucher- und Unterhaltungskomponente als Mittelpunkt. Damit können, so Siemens, Netzbetreiber ihren Kunden über die schnelle DSL-Technik (Digital Subscriber Line) ein Bündel von Online-Diensten auf dem heimischen TV-Gerät anbieten.

Dazu gehören neben dem Internet-Zugang und E-Mail der Empfang von Filmen, Musikvideos und Online-Spielen direkt über das Netz sowie das Kommunizieren mit SMS/MMS und Video-Telefonie via Fernseher. Darüber hinaus sind auch Funktionen wie das Speichern von TV-Sendungen direkt aus dem Electronic Program Guide (EPG) und das nachträgliche Anschauen "verpasster" Sendungen, also zeitversetztes Fernsehen, möglich. Hinzu kommen Internet on TV und "Walled Garden" (wörtlich umzäunter = geschützter Garten), ein Dienst , mit dem Netzbetreiber einem bestimmten Kundenkreis - beispielsweise Kindern - einen definierten Internet-Bereich zur Verfügung stellen können.

Um die Anwendungen nutzen zu können, wird eine von Siemens entwickelte Set-top-Box benötigt, die von den Netzbetreibern vertrieben wird. Sie wird an die DSL-Schnittstelle angeschlossen und mit dem TV-Gerät verbunden. Bei Bedarf können, so Siemens, weitere Endgeräte wie PC oder Telefon angeschlossen werden. Technisch laufen alle Online-Dienste über das Internet-Protokoll (IP). Für die reibungslose Bereitstellung der Dienste muss der Netzbetreiber durch die Steuerung der Service-Qualität (Quality of Service, QoS) sorgen.

Bei den TV-zentrierten Online-Diensten arbeitet Siemens eng mit Partnern zusammen: Dazu gehören "Myrio" für die Kontrolle der Anwendungs-Services, "nCube" für die Video-on-Demand-Server, "Verimatrix" für das digitale Rechte-Management und "Tandberg Television" für das Video Broadcast Ausrüstung.

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