Unterhaltungsschriftsteller Walser
Raddatz: Walser nur ein populärschriftstellernder Schallverstärker

Das Manuskript sei "ein albern missglückter Text, dessen unappetitliche Insinuationen gut sein mögen für schenkelklatschenden Applaus in Bodenseekneipen", sagt Raddatz in der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit", deren Feuilletonchef er früher war.

dpa HAMBURG. Im Gegensatz zu dem FDP-Politiker Jürgen Möllemann sei Walser kein "zündelnder Populist, nur ein populärschriftstellernder Schallverstärker", der "wie jeder Unterhaltungsschriftsteller hoch oben auf den Wogen unterbewusster Ressentiments" schwimme, meinte Raddatz.

"Weil dieses Buch sich mit seiner Vorstadtdramaturgie der Schlüssellochperspektive bedient, Häme statt Hohn, ist es würdelos. Marcel Reich-Ranicki hat Schlimmbesseres verdient", sagte Raddatz, der auch Vorsitzender der Tucholsky-Stiftung ist.

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