Unterirdische Kabelbrände - Drei Verletzte
Tausende Telefone in Mannheim lahm gelegt

Nach unterirdischen Kabelbränden im Netz der Telekom sind am Donnerstag die Telefonanschlüsse von rund 5000 Haushalten im Norden Mannheims lahm gelegt worden. Das teilte ein Sprecher des Unternehmens mit.

HB/dpa MANNHEIM. Nach Angaben der Feuerwehr wurden bei den Löscharbeiten drei Feuerwehrmänner "erheblich" verletzt, als bei einer Verpuffung in einem Kabelschacht ein Deckel in die Luft geschleudert wurde. Sie wurden mit Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Brand, der nach den Ermittlungen durch Überspannung ausgelöst wurde, war am Nachmittag unter Kontrolle. Die Behörden gaben Entwarnung.

In dem betroffenen Stadtteil Feudenheim wurde die Bevölkerung im Lauf des Tages aufgerufen, vorübergehend Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bei Luftmessungen wurden nach Polizeiangaben jedoch keine erhöhten Schadstoffwerte festgestellt. Auch die Hauptverkehrsstraße im Stadtteil war zeitweise gesperrt. Im Bus- und Bahnverkehr kam es zu erheblichen Verzögerungen. Am Abend war laut Telekom der größte Teil der 5000 Anschlüsse wieder eingeschränkt betriebsbereit. Einschränkungen gab es auch im Klinikum Ludwigshafen sowie beim D1- und D2-Mobilfunk.

Die Feuerwehr benötigte rund sieben Stunden, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. "Die Löscharbeiten waren schwierig, weil wir an die unterirdischen Brandherde nicht heran kamen", sagte ein Sprecher. Schließlich habe man die gesamten Kabelschächte entlang der Straße mit Schaum geflutet. Weil im Norden Mannheims auch der Notruf ausgefiel, stellten Polizei und Feuerwehr in den Straßen Einsatzwagen ab, die den Bürgern "als Meldestelle für Notfälle dienen" sollten.

Nach Angaben eines Telekom-Sprechers war unklar, wann die "toten" Telefonleitungen wieder funktionieren: "Das kann einige Stunden dauern, aber auch einige Tage, wir wissen es einfach noch nicht." Auch über die Höhe des Schadens konnten keine Angaben gemacht werden. Zunächst wolle man überprüfen, welche Teile des Kabelnetzes noch genutzt werden könnten. Möglicherweise müsse das Unternehmen aber in Mannheim mehrere Kilometer Kabel neu verlegen, hieß es.

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