Unterlegener Spitzenkandidat bekommt 28 von 35 Stimmen
Steffel bleibt Chef der Berliner CDU-Fraktion

Der bei der Berliner Wahl vom 21. Oktober unterlegene CDU-Spitzenkandidat Frank Steffel bleibt Fraktionschef seiner Partei im Abgeordnetenhaus. Der 35-jährige Unternehmer wurde auf einer Fraktionssitzung am Freitag mit 28 von 35 Stimmen im Amt bestätigt. Gegen ihn votierten sieben Abgeordnete, es gab keine Enthaltungen.

afp BERLIN. Steffel hatte sich trotz der Wahlschlappe der Berliner CDU erneut um den Vorsitz der Frakion beworben. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Die CDU hatte bei der Wahl nur 23,7 Prozent erreicht und war damit auf einen historischen Tiefstand abgerutscht. Verantwortlich gemacht für die Wahlschlappe wurden neben der Finanzaffäre der Landes-CDU eine Reihe von Ungeschicklichkeiten Steffels.

Der Geschäftsführer eines Raumausstattungs-Unternehmens war erst im Mai zum Nachfolger des damaligen Fraktionsvorsitzenden Klaus Landowsky gewählt worden. Dieser hatte sein Amt wegen der Verstrickung in die Affäre der Landes-CDU abgegeben. Nach dem Sturz des damaligen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) im Juni hatte die Landespartei Steffel gegen den Widerstand der Bundespartei als Spitzenkandidat durchgesetzt. CDU-Chefin Merkel hatte ihren Vorgänger Wolfgang Schäuble als Kandidat favorisiert.

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