Unternehmen bekräftigt Gewinnausblick
US-Konzern Merck steigert Gewinn

Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat vor allem dank des schwachen Dollar im zweiten Quartal rund sieben Prozent mehr verdient als vor einem Jahr, beim Umsatz die Analystenerwartungen aber verfehlt. Das Unternehmen senkte zudem die Prognose für sein meistverkauftes Medikament, den Cholesterinsenker Zocor. Der Kurs der Merck-Aktien fiel daraufhin zeitweise um mehr als drei Prozent.

Reuters NEW YORK. Im abgelaufenen Vierteljahr sei der Gewinn auf 1,87 Mrd. Dollar oder 83 Cent je Aktie gestiegen von 1,75 Mrd. Dollar im Vorjahr, teilte der weltweit drittgrößte Pharmakonzern am Montag in New York mit. Der Anstieg blieb damit etwas unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 84 Cent. Der Konzernumsatz stieg um vier Prozent auf 13,28 Mrd. Dollar, lag damit aber um 400 Mill. Dollar unter den Expertenprognosen. David Moskowitz, Analyst bei Friedman, Billings, Ramsey, sprach von einem schwachen Ergebnis. Umsatz und Gewinn seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der Umsatz der verschreibungspflichtigen Merck-Mittel stieg um sieben Prozent auf 5,52 Mrd. Dollar. Allerdings hätte das Umsatzplus bei gleich bleibenden Wechselkursen nur zwei Prozent betragen, teilte der in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Konzern weiter mit. Analyst Moskowitz nannte es Besorgnis erregend, dass der größte Teil des Erlös-Anstiegs auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Die jüngsten Dollar-Kursverluste erhöhen für US-Unternehmen den Dollar-Wert der im Ausland erzielten Einnahmen.

Der Umsatz mit dem Cholesterinsenker Zocor sei nur um drei Prozent auf 1,24 Mrd. Dollar gestiegen, weil der Patentschutz dafür an einigen ausländischen Märkten abgelaufen sei und Zocor sich daher gegen billigere Konkurrenzprodukte behaupten müsse. Die Zocor-Umsatzprognose für das Gesamtjahr reduzierte Merck auch wegen hoher Bestände beim Großhandel auf 5,4 bis 5,7 Mrd. Dollar von zuvor 5,6 bis 5,9 Mrd. Dollar.

Nur ein geringer Zuwachs sei auch beim Arthritis-Mittel Vioxx verzeichnet worden, dessen Umsätze trotz starker Käufe der Großhändler lediglich um ein Prozent auf 801 Mill. Dollar gestiegen seien. Merck rechnet im weiteren Jahresverlauf mit einer schwächeren Nachfrage nach diesem Produkt.

Das Unternehmen bekräftigte aber seinen Gewinnausblick von 3,40 bis 3,47 Dollar je Aktie für das Gesamtjahr 2003, was einem Wachstum um bis zu 10,5 % zum Vorjahr entspräche. Die im Standardwerte-Index Dow-Jones gelistete Merck-Aktien fielen im New Yorker Vormittagshandel in einem insgesamt schwächeren Umfeld um drei Prozent auf 59,89 Dollar.

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