Unternehmen bezeichnet Angaben als „Spekulation“
Wal-Mart dementiert Bericht über Stellenabbau in Deutschland

Der US-Handelskonzern Wal-Mart plant nach einem Pressebericht den Abbau von bis zu 1 350 Stellen in Deutschland.

afp WUPPERTAL. Angesichts der angespannten Umsatzsituation sollten in den 94 SB-Warenhäusern bundesweit 1 200 Arbeitsplätze wegfallen und in der Verwaltung bis zu 150, berichtete die "Lebensmittelzeitung" am Freitag. Insgesamt hat Wal-Mart als Tochter des weltgrößten Handelskonzerns derzeit in Deutschland 17 400 Mitarbeiter. Das Unternehmen bezeichnete die Angaben des Fachblattes als "Spekulationen".

Wal-Mart drängt seit vier Jahren mit einer aggressiven Preispolitik auf den deutschen Markt. Bislang konnte das Unternehmen aber noch nicht in die Top Ten der wichtigsten deutschen Branchenunternehmen vorstoßen. Marktkenner rechneten bei Wal-Mart Deutschland in diesem Jahr mit einem Verlust in Höhe von 281 Mill. Euro.

"Wir wissen nicht, auf welche Basis die Lebensmittel-Zeitung die heute von ihr angestellten Spekulationen stützt", erklärte Wal-Mart. Gerüchte und Spekulationen kommentiere das Unternehmen grundsätzlich nicht.

Der "Lebensmittel-Zeitung" zufolge steht Wal-Mart Deutschland unter großem Druck des Mutterkonzerns in den USA. Demnach muss der Personalkostenanteil von 13,3 % auf 11,5 % heruntergefahren werden. Dem Blatt zufolge soll den einzelnen Filialen künftig auch mehr Freiraum bei der Präsentation von Waren eingeräumt werden. Preise und Sortiment würden nach wie vor zentral gesteuert. Geplant sei auch, den Anteil von Waren außerhalb des Lebensmittelbereichs weiter zu erhöhen. Die Textilsortimente sollten hochwertiger, das Angebot an Möbeln und Teppichen ausgebaut werden. Hersteller beklagen demnach auch, dass Wal-Mart seine Logistik noch nicht im Griff habe. Häufig komme es zum Ausverkauf einzelner Waren in den Märkten.

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