Unternehmen bezeichnet die Vorwürfe als "absurd"
Justiz erweitert Ermittlungen gegen Telekom

Die Bonner Staatsanwaltschaft weitet nach einem Bericht von "Capital" ihre Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom AG aus.

vwd DÜSSELDORF. Der Bonner Konzern soll nicht nur der Telefonkundengemeinschaft Communitel, sondern auch dem Land Hessen und privaten Netzbetreibern überhöhte Rechnungen geschickt haben, berichtete das Wirtschaftsmagazin am Dienstag vorab aus seiner neuen Ausgabe. Allein Hessen soll demnach mindestens 240 000 Euro pro Jahr zu viel gezahlt haben. Dies habe eine mehr als zweijährige Prüfung des Softwarehauses GSD ergeben.

Bei den Netzbetreibern soll die Telekom unter anderem nicht installierte Hardware berechnet und überhöhte Mieten kassiert haben. Die Bonner Staatswanwaltschaft hatte vor rund zwei Monaten Ermittlungen gegen die Telekom aufgenommen.

Hintergrund ist der Vorwurf von Communitel, der Konzern habe falsche Rechnungen in großem Stil ausgestellt. Die Telekom wies auch die neuen Vorwürfe zurück. Es sei insgesamt völlig absurd zu behaupten, der Konzern stelle absichtlich überhöhte oder falsche Rechnungen aus, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

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