Unternehmen dementiert
Massenentlassungen bei Ish drohen

Beim angeschlagenen Kölner Kabelnetzbetreiber Ish droht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zufolge ein massiver Stellenabbau.

dpa/HB DÜSSELDORF/KÖLN. Es werde immer wahrscheinlicher, dass nicht nur 400 Arbeitsplätze, sondern bis zu 1000 Stellen der insgesamt 1700 wegfallen könnten, teilte der Verdi-Landesbezirk am Mittwoch in Düsseldorf mit. Das Unternehmen dementierte diese Angaben. Es handele sich um "falsche Behauptungen", sagte ein Ish-Sprecher auf Anfrage.

Laut Verdi plant der Kabelnetzbetreiber, einen großen Teil seiner Betriebsstätten aufzulösen, wovon allein 350 Mitarbeiter betroffen seien. Der Betriebsrat sei über die bevorstehenden Entlassungen nicht informiert worden. Die Gewerkschaft will beim Kölner Landesarbeitsgericht eine Entlassungssperre von bis zu zwei Monaten beantragen, falls der Abbau der Arbeitsplätze ohne die Arbeitnehmer-Vertreter durchgesetzt werde.

Der Ish-Sprecher erklärte, es werde seit Wochen über Stellenabbau spekuliert. Hintergrund sei ein derzeit erarbeiteter Geschäftsplan, der Konsequenzen aus der schwierigen finanziellen Situation des Unternehmens ziehen werde. "Von diesem Plan hängt alles ab. Man kann nicht ausschließen, dass es zu Personalabbau kommt, jetzt aber Zahlen zu nennen, ist unseriös", sagte der Firmen-Sprecher. Der Plan werde bis Ende September vorgelegt. Es werde auch Gespräche mit dem Betriebsrat geben.

Das Unternehmen, das zur Callahan-Gruppe gehört, betreibt das TV- Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Ish- Muttergesellschaft, Callahan Nordrhein GmbH, -Westfalen hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet.

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