Unternehmen dürften Ertragsziele nach unten korrigieren
Dax-Ausblick: Kein Ende der Kurseinbrüche in Sicht

Die Aktienmärkte haben eine sehr bewegte Woche hinter sich. Die Angst vor größeren militärischen Auseinandersetzungen machten das Handeln zu einer bislang kaum gekannten Zitterpartie. Selbst die konzertierte Zinssenkungsaktion verschiedener Notenbanken konnte die Talfahrt an den Märkten nicht stoppen. Einige Marktsektoren wie die Aktien der Fluggesellschaften, der Luftfahrtindustrie und des Versicherungs- und Bankensektors erlitten sogar massive Kurseinbrüche.

vwd FRANKFURT. Ein schnelles Ende der schwierigen Marktphase zeichnet sich derzeit nicht ab. Zum einen sollten Unsicherheiten über den Ort und die Intensität der angekündigten Militäreinsätze sowie über mögliche Gegenreaktionen die Märkte beeinflussen, zum anderen haben seit den Anschlägen in der vorigen Woche die Konjunktursorgen sprunghaft zugenommen. Die Anleger fürchten nicht nur eine stärkere Kaufzurückhaltung der Verbraucher sondern sehen zugleich die Gefahr, dass im Falle einer militärischen Eskalation die Ölpreise stärker steigen könnten mit negativen Folgen für die ohnehin sehr labile weltweite Konjunktur.

Dennoch gibt es auch positive Einschätzungen der Lage. Expansive Impulse werden zum Beispiel von der Bankgesellschaft Berlin von den weltweiten Zinssenkungen erwartet, wodurch mittelfristig sowohl das angeschlagene Verbrauchervertrauen als auch die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft gestärkt werden sollte. Auf Grund der sich bereits mittelfristig bessernden fundamentalen Rahmenbedingungen und der weltweit niedrigen Leitzinsen gebe es gute Chancen, dass an den Aktienmärkten der Tiefpunkt bald erreicht sein dürfte.

Jedoch müssen sich Börsianer auch in der kommenden Woche noch auf extrem volatile, also stark schwankungsanfällige, Kurse einstellen. Mutigen und längerfristig orientierten Anlegern empfehlen die Analysten der Bankgesellschaft Berlin, die niedrigen Kurse für Käufe in Standardwerten zu nutzen.

Auch die Analysten von Helaba-Trust rechnen kurzfristig nicht mit einem Ende der Abwärtsbewegung. Viele Unternehmen dürften die Ereignisse zum Anlaß nehmen, in den kommenden Tagen ihre Ertragsziele deutlich nach unten zu korrigieren, heißt es. Daneben sollten die ohnehin schon schwachen Konjunkturdaten aus den USA, bedingt durch die aktuellen Ereignisse, nochmals schwächer tendieren, mit negativen Auswirkungen auch auf die asiatischen Volkswirtschaften und Europa. Der Stützungseffekt, den der US-Aktienmarkt durch das Engagement von Pensionskassen bzw. durch Aktienrückkäufe zahlreicher Unternehmen erfahren hat, sollte bereits Anfang der kommenden Woche nachlassen.

Auch das Verhalten insbesondere der US-Anleger dürfte in dieser ersten Phase nach den Terroranschlägen noch sehr stark von Trotz geprägt sein. Eine Kapitulation habe demzufolge noch nicht stattgefunden, sagen die Experten. Vor diesem Hintergrund sollte die hohe Volatilität an den Aktienmärkten vorerst anhalten. In der kommenden Woche steht unter anderem das US- Verbrauchervertrauen auf dem Kalender. Da der Erhebungszeitraum hierfür vom 1. bis zum 21. September reicht, steht diese Größe bereits unter dem Einfluß der Terrorattacken.

Das Conference Board werde Antworten, die nach dem 11. September eingegangen seien, getrennt von den übrigen analysieren, um einen Einfluß der Anschläge auf die Konsumentenstimmung ableiten zu können, sagen die Analysten von Helaba Trust. Somit wird dieser Indikator einen sehr wichtigen Aufschluss über die konjunkturelle Lage in den USA bringen.

Zum Wochenbeginn werden die deutsche Erzeuger- und Importpreise, sowie die Industrieproduktion in der Eurozone veröffentlicht. Am Montagnachmittag stehen dann die US-Frühindikatoren an. Am Dienstag lädt die Bayer AG zu einer Analystenkonferenz, und Heidelberger Druck hält ihre Hauptversammlung ab. Für die USA werden die wichtigen Daten zum Verbrauchervertrauen bekannt gegeben. HypoVereinsbank und Direkt Anlage Bank laden am Mittwoch zu einer gemeinsamen Pressekonferenz, RWE hält die Bilanz-Pressekonferenz ab und VW startet eine US-Roadshow. Der Donnerstag wird geprägt sei von der Sitzung des EZB-Rates. Zum Wochenschluss stehen die Daten zum Bruttoinlandsprodukt in den USA auf dem Programm.

Merck Finck & Co

EURGewinn je Aktie 01Gewinn je Aktie 02Gewinn je Aktie 03EmpfehlungDatum Empfehlung

Adidas-Salomon

4,635,336,13Marketperformer12.03.2001

Allianz

11,0512,2113,65Outperformer31.05.2001

BASF

2,203,053,35Underperformer21.06.2001

Bayer

1,952,002,40Underperformer13.08.2001

BMW

2,052,202,30Marketperformer10.05.2001

Commerzbank

1,111,321,47Outperformer09.08.2001

DaimlerChrysler

0,902,553,60Outperformer12.07.2001

Degussa

2,052,602,80Marketperformer08.12.1999

Deutsche Bank

4,004,555,25Outperformer04.05.2001

Deutsche Post

1,331,381,49Marketperformer31.05.2001

Deutsche Telekom

-0,170,470,95Marketperformer25.07.2000

E.ON

2,753,103,45Outperformer10.10.2000

Epcos

2,212,873,86Marketperformer13.07.2001

Fresenius Medical Care

2,693,284,11Outperformer10.03.2000

Henkel Vz.

3,403,733,60Marketperformer31.08.1999

HypoVereinsbank

1,632,502,92Outperformer17.11.1999

Infineon

-0,451,021,36Marketperformer21.06.2001

Linde

2,903,504,00Marketperformer25.08.1999

Lufthansa

1,001,702,10Marketperformer30.04.2001

MAN

0,951,401,85Underperformer18.07.2000

Metro

1,231,491,82Outperformer02.07.2001

MLP

1,101,532,01Marketperformer25.07.2001

Munich Re

9,2011,5012,35Marketperformer02.02.2000

Preussag

2,162,422,73Outperformer27.08.2001

RWE

2,282,802,85Outperformer25.09.2000

SAP

2,853,484,36Marketperformer18.09.2001

Schering

2,142,212,45Outperformer26.11.1999

Siemens

0,892,433,82Underperformer27.04.2001

ThyssenKrupp

0,631,061,35Marketperformer21.08.2001

Volkswagen

6,407,007,60Marketperformer20.07.2001
Marketperformer: Aktie entwickelt sich wie der Dax


Underperformer: Aktie entwickelt sich schlechter als der Dax


Outperformer: Aktie entwickelt sich besser als der Dax
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%