Unternehmen erwartet Anstieg des Konzerngewinns
Pharmakonzern Roche steigert Umsatz um 10 Prozent

Der schweizer Pharmakonzern liegt dabei unter den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen allerdings mit einem Gewinnanstieg von 10 bis 15 Prozent.

Reuters BASEL. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat den Umsatz im dritten Quartal in Schweizer Franken um 10 % und Lokalwährungen um 3 % auf 20,3 (Vorjahr 18,5) Mrd. sfr gesteigert. Nach Ansicht von Analysten fiel das Ergebnis leicht unter den Erwartungen aus.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg des Konzerngewinns vor ausserordenlichen Erträgen von 10 bis 15 %. Nicht einberechnet in diese Schätzung sei der Ertrag aus dem Verkauf eines Teils der Genentech-Beteiligung.

Umsatz und Wachstum im Bereich Medikamente

Im grössten Bereich Pharma konnte Roche den Umsatz in Lokalwährungen um 2 % und in Schweizer Franken um 9 % auf 13,06 (Vorjahr 11,96) Mrd. sfr steigern. Beim Fettleibigkeitsmedikament Xenical hätten sich die Verkäufe auf hohem Niveau gehalten. Nach den Worten von Firmenchef Franz Humer dürfte das Pharma-Wachstum von Roche im laufenden Jahr in lokalen Währungen im tiefen einstelligen Bereich ausfallen. "Ich glaube, wir werden am Ende des Jahres ein tiefes einstelliges Wachstum in der Pharma-Division haben", erklärte Humer.
Für das Jahr 2001 rechnet Humer mit einem Wachstum, das dem Marktwachstum gleichkommen dürfte. Auf die Frage, ob er die Meinung der Analysten teile, dass der Pharma-Markt im kommenden Jahr sieben bis acht Prozent wachsen werde, erklärte Humer: "Irgendwo in diesem Bereich".

Bereich Diagnostics

Im Bereich Diagnostics stieg der Umsatz um 13 % in Lokalwährungen und in Franken um 19 % auf 4,53 (3,80) Mrd. sfr. Roche habe ihre Spitzenposition in allen Bereichen und allen Regionen ausbauen können.

Bereich Vitamine und Feinchemikalien

Im kleinsten Bereich Vitamine und Feinchemikalien fiel der Umsatz in lokalen Währungen um 7 % und in Franken um 1 % auf 2,71 (2,73) Mrd. sfr. Die Abnahme ist allerdings eine Folge des Verkaufs des Geschäfts mit medizinischen Futtermittelzusätzen. Sonst hätten eine Zunahme in Franken von 3 % resultiert. In Lokalwährung wurde aber ein Minus von 4 % registriert.

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