Unternehmen erwartet keine deutliche Nachfragebelebung
Preissystem verhilft Microsoft zu höherem Gewinn

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat in seinem dritten Geschäftsquartal beim Gewinn die Erwartungen der Analysten übertroffen, äußerte sich aber zur künftigen Entwicklung angesichts der Marktschwäche vorsichtig.

Reuters SEATLLE. Der Quartalsgewinn sei auf 2,79 (Vorjahreszeitraum 2,74) Milliarden Dollar oder 26 (25) Cent je Aktie gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 24 Cent gerechnet. Der Umsatz habe sich auf 7,84 (7,25) Milliarden Dollar erhöht, hieß es weiter.

Angesichts der anhaltenden Schwäche des PC-Marktes blieb das Unternehmen bei seinen Prognosen zurückhaltend. Finanzchef John Connors sagte, die Informationstechnologie-Industrie bleibe auch im kommenden Geschäftsjahr eine Herausforderung für Microsoft. Er erwarte keine deutliche Nachfragebelebung. Microsoft bleibe bei seiner Prognose, dass die PC-Absätze im laufenden Geschäftsjahr prozentual im unteren bis mittleren einstelligen Bereich und im nächsten Geschäftsjahr im mittleren einstelligen Bereich steigen würden.

Für das nächste Geschäftsjahr zum Juni 2004 sagte Microsoft einen Gewinn je Aktie zwischen 1,04 und 1,06 Dollar und einen Umsatz zwischen 33,1 und 33,8 Milliarden Dollar voraus. Sowohl die Gewinn- wie auch die Umsatzerwartung für 2004 liegt damit unter der durchschnittlichen Analystenprognose.

Microsoft hatte sich von der Schwäche des Technologiesektors durch ein Abonnement-ähnliches Preissystem weitgehend abschirmen können. Analysten warnten aber, dass der Hersteller des Betriebssystems Windows es bald schwieriger haben werde, wenn die Auswirkung dieser Umstellung nachlasse. Der Kurs der Microsoft-Aktie stieg im nachbörslichen Handel auf 25,56 Dollar von 24,61 Dollar beim Börsenschluss.

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