Unternehmen erwartet weiteren Ergebnisrückgang
Post hält an Jahresprognose fest

Die Deutsche Post hat im dritten Quartal 2002 ein etwas geringeres Ergebnis als im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet, hält aber an ihrer Jahresprognose fest.

Reuters FRANKFURT.Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebita) sei wegen der schwierigen konjunkturellen Lage im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund drei Prozent auf 454 (468) Mill. Euro gesunken, teilte der Konzern am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Umsatz sei wegen der Konsolidierung des Expressdienstes DHL International um gut 17 % auf 9,46 (8,052) Mrd. Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr bekräftigte die Post ihre Prognose und erwartet weiter einen Ergebnisrückgang von zehn bis 15 % im Vergleich zum Vorjahr auf 2,2 oder 2,3 Mrd. Euro.

Analysten hatten im Durchschnitt ein leicht geringeres Ergebnis und einen etwas höheren Umsatz erwartet. Sie prognostizierten für das dritte Quartal ein Ebita von 441 Mill. Euro und rechneten mit einem Umsatz von 9,765 Mrd. Euro.

In den ersten neun Monaten habe die Post einen Überschuss von 1,3 Mrd. Euro und damit auf Vorjahresniveau erwirtschaftet, teilte der Konzern mit. Der Konzerngewinn sinke indes auf 392 Mill. Euro. Ursache sei die Einmalzahlung von 850 Mill. Euro wegen der Beihilfe-Entscheidung der Europäischen Kommission. "Insgesamt sind wir angesichts der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage mit den Resultaten zufrieden und werden unsere Ziele für das Gesamtjahr erreichen", erklärte Post-Chef Klaus Zumwinkel.

Früheren Angaben zufolge geht die Deutsche Post für 2002 einen Umsatz von knapp 40 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn (Ebita) zwischen 2,2 und 2,3 Mrd. Euro aus. Es wurde erwartet, dass Zumwinkel bei einer Pressekonferenz im Laufe des Vormittags konkrete Zahlen zu den geplanten Einsparungen nennen würde.

In den ersten neuen Monaten sank das Ebita den Angaben zufolge um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,8 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg dagegen um 16 % auf 28,8 Mrd. Euro. Wichtigster Grund für den Umsatzanstieg sei die Übernahme der Mehrheit an dem Expressdienst DHL International, erklärte die Post. Der Auslandsanteil am Umsatz sei damit von gut 31 % auf rund 40 % gestiegen. Die Finanzschulden seien weiter verringert worden und stünden bei 1,5 Mrd. Euro.

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