Unternehmen erwirtschaftet wieder Gewinne
Saarstahl-Konkurs nach acht Jahren beendet

Das saarländische Stahlunternehmen Saarstahl AG ist nach acht Jahren endgültig aus dem Konkurs und steht wieder auf finanziell und wirtschaftlich gesunden Füßen.

dpa/pr VÖLKLINGEN. Der gerichtliche Konkursaufhebungsbeschluss wurde am Dienstag rechtskräftig, nachdem das Saarland seine 26,8 % Saarstahl - Anteile zuvor für 43 Mill. DM (22 Mill. Euro) an die Struktur-Holding Stahl verkauft hatte.

Eine außerordentliche Hauptversammlung des Unternehmens beschloss am gleichen Tag die rein privatwirtschaftliche Fortführung von Saarstahl, das schon in der Vergangenheit wieder kräftige Gewinne erwirtschaftet hat. So wurde als Sofortmaßnahme ein 150-Mill.-DM - Investitionsprogramm für eine neue Strang-Gussanlage auf den Weg gebracht. Neuer Saarstahl-Vorstandschef wurde Hans-Günter Herfurth, der auch für 2002 ein positives Ergebnis erwartet; neuer Aufsichtsratschef Otfried Forssmann, der zuletzt an der Spitze des Stahlunternehmens gestanden hatte.

Vor acht Jahren, am 18. August 1993, hatte Saarstahl nach vorausgegangenen Verlusten von monatlich bis zu 30 Mill. DM Konkurs wegen Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen. Konkursverwalter Hans Ringwald teilte am Dienstag mit, Saarstahl habe seit Konkurseröffnung 1993 immer Gewinne erzielt. Diese Gewinne bezifferte er auf insgesamt 500 Mill. Euro.

Die Völklinger Hütte, die zur Hälfte ihre Produkte auf dem deutschen Markt verkauft, liefert 35 bis 40 % nach Europa, die restlichen 10 bis 15 % entfallen auf Amerika und Asien. Konkursverwalter Ringwald kritisierte die US-Amerikaner, weil sie mit dem Argument der Terroranschläge vom 11. September versuchten, den US-Stahlmarkt abzuschotten. Dabei sei die US-Stahlindustrie vor allem bei Qualitätsprodukten nicht wettbewerbsfähig.

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