Unternehmen gibt keine Stellungnahme ab
Bei UBS Warburg drohen Entlassungen

Die zum Schweizer Finanzkonzern UBS gehörende Investmentbank UBS Warburg dürfte nach Angaben aus Firmenkreisen wegen der schlechten Marktverfassung in den USA einen Teil ihrer 600 Energiehändler entlassen. Während das Unternehmen offiziell zur Frage von Entlassungen keine Stellung nehmen wollte, erklärte eine Quelle innerhalb des Unternehmens am Montag in New York, die entsprechenden Entscheidung könnte bereits am Dienstag fallen. Die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" hatte berichtet, Warburg könnte ein Viertel der Energiehändler entlassen.

Reuters NEW YORK/ZÜRICH. "Ich kann zu der Frage von Entlassungen nichts sagen," erklärte eine Firmensprecherin in den USA. Warburg sei aber nach wie vor der Überzeugung, dass der Energiehandel weiterhin gute Ertragsmöglichkeiten biete.

Am UBS-Hauptsitz in Zürich erklärte ein Sprecher ohne direkt auf die Frage von Entlassungen einzugehen, für das Energiehandelsgeschäft werde mit Blick auf 2003 ein neuer Businessplan erarbeitet. Darin würden auch die Marktveränderungen der jüngeren Vergangenheit einfliessen.

Online-Energie-Handelsplattform von Enron übernommen

Warburg übernahm die Online-Energie-Handelsplattform im vergangenen Jahr von dem zusammengebrochenen Energiekonzern Enron. Die Plattform erreichte aber - auch wegen der schlechteren Marktlage - bisher nicht die Bedeutung, die sie zur Blütezeit von Enron hatte. Andere grosse amerikanische Energiehändler wie etwa El Paso Corp. , Aquila Inc., Williams Co. und Dynegy Inc. haben bereits Arbeitsplätze abgebaut, um die Liquidität und das Kredit-Rating zu verbessern.

Auf der UBS Website "ubswenergy.com" seien derzeit deutlich weniger Aktivitäten zu verzeichnen als früher, sagte ein im Gasbereich tätiger Händler. Der Übernahmepreis, den UBS für die Plattform zahlt, ist an die Geschäftsentwicklung über mehrere Jahre gekoppelt.

In der Branche hiess es weiter, das volatile Energiegeschäft sei möglicherweise ohnehin nicht ganz nach dem Geschmack einer Bank - schon gar nicht eines konservativen Instituts wie der UBS.

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