Unternehmen hat Nummer für innovative Dienste erhalten
Web.de will ins Telefongeschäft einsteigen

Mit dem Einstieg ins Telefongeschäft will Web.de sein Geschäftsmodell auf eine breitere Basis stellen. An der Börse wurde die Nachricht honoriert. Eigenen Angaben nach hat das Internetportal eine eigene Ortskennzahl erhalten. Ein Sprecher der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation bestritt diese Angaben. Seinen Angaben zufolge handelt es sich lediglich um eine Rufnummer für innvoative Dienste.

jgo DÜSSELDORF. Die Web.de AG hat nach eigenen Angaben als erste Internetfirma in Deutschland von der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation eine eigene Ortskennzahl erhalten.

Ein Sprecher der Regulierungsbehörde bestritt allerdings im Gespräch mit Handelsblatt.com, es handele sich um eine Ortskennzahl. Vielmehr habe das Unternehmen eine Rufnummer für innovative Dienste beantragt, sagte Sprecher Harald Dörr. Außerdem habe das Unternehmen die Zuteilungsurkunde selbst noch nicht. "Der Vorgang liegt bei uns noch auf dem Schreibtisch." Der Sprecher der Behörde sagte, es sei bereits seit April 1999 möglich, eine derartige Nummer zu erhalten. Dörrs Worten nach liegen die Hürden dazu nicht sonderlich hoch: "Dazu reicht das Ausfüllen eines Formblattes."

Unternehmenssprecher Richard Berg sagte Handelsblatt.com, die Formulierung sei bewusst gewählt worden. "Unter innovative Dienste kann sich doch keiner was vorstellen." Er halte den Begriff nicht für irreführend. Nach seinen Worten will das am Neuen Markt notierte Untenrehmen die Nummer 01212 nutzen, um selbst Rufnummern zu vergeben und Telekommunikationsdienste anzubieten. Zunächst sollen die 4,7 Millionen namentlich registrierten Web.de-Nutzer eine lebenslang gültige Telefon-Nummer erhalten.

Berg räumte ein, dass sich am Angebot für die Nutzer zunächst nichts ändere. "Der Vorteil liegt in der einfach zu merkenden Nummer." In den kommenden Monaten sollen weitere Dienstleistungen angeboten werden, von denen sich das Unternehmen "margenstarke Einnahmen" verspricht. Berg sagte, er könne noch keine Angaben darüber machen, welche Angebote geplant seien.

Als Zielgruppe hat das Unternehmen neben den Nutzern der webbasierten Free-Mail-Dienste auch Firmen ausgemacht, die Kommunikationsdienste nutzen sollen. Diese Dienste sollen von der Workways AG aus Nürnberg, einer hundertprozentigen Tochter der Web.de, entwickelt werden. An der Börse konnten die Titel bis heute Mittag um gut 15 Prozent zulegen.


Aktie im Fokus: Web.de legt zu

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