Unternehmen holen Aufgaben zurück
Outsourcing: Arbeit rein

Im Management erweisen sich vermeintlich endgültige Erkenntnisse oft schnell als überholt. Noch vor kurzem etwa schworen fast alle deutsche Unternehmen auf Outsourcing, also das Auslagern von ganzen Teilproduktionen, Dienstleistungen oder Serviceeinheiten an andere Betriebe. Vorbei.

Etwa jedes vierte Unternehmen holt Aufgaben wieder zurück, die es an Fremdfirmen vergeben hatte, so das Ergebnis einer Trendanalyse der Hamburger Unternehmensberatung Putz und Partner bei über hundert Unternehmen aus 14 Branchen. Besonders ausgeprägt ist die Entwicklung in den Bereichen Pharma, Automobil, Baustoffe und Lebensmittel. Namhafte "Insourcer" sind demnach GlaxoSmithKline, Mercedes, VW, Xella oder Interbrew. "Die Unternehmen merken, dass sie in vielen Bereichen die Fäden wieder selbst in die Hand nehmen müssen", begründet Berater Michael Krüger von Putz und Partner die Kehrtwende.

Beobachter rechnen sogar damit, dass das Insourcing jetzt erst richtig losgeht. Denn viele Betriebe stellen fest, dass die Kosten für ausgelagerte Tätigkeiten oft höher sind als intern erbrachte Leistungen. "Hinzu kommt der Kontroll- und Informationsverlust," ergänzt Krüger, "der bei kompletter Auslagerung von Abteilungen Schwierigkeiten bereitet." So geht etwa Autobauern bei komplexen Bauteilen wie Elektronik oder Getriebe wichtiges Know-how verloren.

Quelle: Die Zeit Nr. 41 vom 01.10.2003, Seite 36

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