Unternehmen muss Busse in der Türkei zurückrufen
Mercedes-Benz für Busunfall schuldig gesprochen

Der Fahrzeughersteller Mecedes-Benz ist von einem türkischen Gericht für den Tod von 49 Menschen bei einem Busunfall verantwortlich gemacht worden und muss nun alle Fahrzeuge dieses Typs in der Türkei zurückrufen. Das bei dem Unfall ausgebrochene Feuer sei durch einen Konstruktionsfehler verursacht worden, urteilte das Gericht in Karapinar in der Provinz Konya am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu.

afp ANKARA. Nun müsse Mercedes-Benz Turk alle Busse vom Typ O 403 in die Werkstätten zurückrufen und den Fehler beheben. Bei dem Unfall waren 1997 der Bus und ein Lastwagen frontal zusammengestoßen. Der Bus fing Feuer - 49 Menschen verbrannten.

Beendet wurde dagegen ein Verfahren gegen neun Manager von Mercedes-Benz in Stuttgart. Gegen sie hatte der Richter wegen des Unfalls im April einen Haftbefehl erlassen, den er auf Druck aus Politik und Industrie aber wieder zurückzog. Vor allem Wirtschaftsverbände hatten argumentiert, dass durch die Haftbefehle ausländische Firmen vor Investitionen in der Türkei abgeschreckt würden. Nun wurde das Verfahren für beendet erklärt, weil die Anschuldigungen den Angaben zufolge unter ein Teilamnestie-Gesetz vom Dezember vergangenen Jahres fallen.

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